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Sammlerstücke: Nussknacker aus Hohenhameln

Hohenhameln Sammlerstücke: Nussknacker aus Hohenhameln

Hohenhameln. Was ist Adventsschmuck und zugleich Objekt der Begierde für Sammler? Klar, die Nussknackerfiguren. Davon profitiert der größte deutsche Hersteller Steinbach - aber sein Hauptgeschäft macht das Unternehmen nicht in Deutschland.

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Die Geschäftsführerinnen der Firma Steinbach, Karla Steinbach (l.) und Tochter Karolin Steinbach. Das Unternehmen aus Hohenhameln ist in den USA sehr erfolgreich.

Quelle: dpa

Hohenhameln. Rund 450 verschiedene Nussknackerfiguren hat das Traditionsunternehmen Steinbach aus Hohenhameln im Angebot. Frankenstein, Papst Franziskus, Elvis Presley und der weise Meister Yoda aus Star Wars sind erstmals dabei. „Wir machen 80 Prozent unseres Geschäfts in den USA“, sagt Karla Steinbach, die zusammen mit ihrer Tochter Karolin das Familienunternehmen in sechster und siebter Generation leitet.

Deutsches Brauchtum ist in den USA ohnehin beliebt und Steinbach-Nussknacker sind wohl mehr oder weniger Kult. Frau Steinbach tourt derzeit durch 18 amerikanische Großstädte, um dort - natürlich stilecht in deutschem Dirndl - für tausende von Sammlern deren Figuren zu signieren. Sie ist von Sammler-Clubs zur „Queen of Nutcrackers“ gekrönt worden.

Seit mehr als 200 Jahren stellt Steinbach Holzspielzeug und Nussknacker her - lange Zeit im Erzgebirge, nach dem Kriege dann in Hohenhameln. Heute gibt es wieder einen zweiten Betrieb in Marienberg im Erzgebirge. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen, das nach eigenen Angaben der größte deutsche Hersteller von Nussknackerfiguren ist, rund 100 Mitarbeiter.

Eine Figur besteht aus bis zu 150 Teilen und erfordert bis zu 500 Arbeitsschritte. Daran sind unter anderem Tischler, Drechsler, Schneider oder Handmaler beteiligt. Diese Handarbeit hat natürlich seinen Preis. Die Billigkonkurrenz aus China macht dem enormen Druck. Karla Steinbach erklärte: „Wir können als deutsche Hersteller nur mit Qualitätsarbeit, gutem und detailgetreuem Design und einer konsequenten Markenstrategie bestehen.“

Die Nussknacker von Steinbach seien demnach alle funktionsfähig, sagt die Firmenchefin. Verwendet werden vor allem Harthölzer wie Buche oder Erle, die bis zu zwölf Jahre lang luftgetrocknet werden. Nüsse werden mit diesen Figuren aber trotzdem wohl kaum geknackt. „Sie sind heute vor allem Dekoration, Spielzeug und Sammlerobjekte“, sagt sie. Schon längst werden nicht mehr nur klassische Figuren wie Könige, Soldaten oder Gendarmen hergestellt, die es seit etwa 1870 gibt. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt - Steinbach bringt jährlich rund 20 neue Figuren auf den Markt, teils mit Blick auf die Sammler in limitierten Auflagen von einigen hundert Stück. Es gibt Serien mit amerikanischen Präsidenten oder Indianerhäuptlingen, mit Figuren aus Hollywood-Blockbustern, Musicals und Märchen. Neben Horror-Finsterlingen wie Frankenstein und dem Werwolf gibt es auch lichte Heldenfiguren wie Robin Hood oder Richard Löwenherz. Und die erfolgreichsten Figuren? Die haben rein gar nichts zu tun mit Hollywood - es sind das Phantom der Oper mit 30 000 verkauften Exemplaren und ein schottischer Dudelsackpfeifer.

dpa

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