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Russische Klangwelt in St.-Laurentius

Hohenhameln Russische Klangwelt in St.-Laurentius

Hohenhameln. Die Kosaken blicken auf eine fast 600-jährige Geschichte zurück, ihre Musik wurde weltberühmt vor allem durch die 1923 von Serge Jaroff gegründeten Original Don Kosaken und die Ural Kosaken, die 1924 von Andrej Scholuch in Paris gegründet wurden.

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Sakrale Gesänge und Volkslieder mit gewaltiger Stimmtechnik: Die Maxim Kowalew Don Kosaken in der evangelischen St.-Laurentius-Kirche in Hohenhameln.

Quelle: hl

Einer der zahlreichen und fast ausnahmslos im Westen auftretenden Ableger, die Maxim Kowalew Don Kosaken, gastierte jetzt in der evangelischen Laurentius-Kirche und entführte die Zuhörer in die Klangwelt der russisch-orthodoxen Kirchengesänge, der kosakischen Volksweisen und Balladen.

Der erste Programmteil bestand ausnahmslos aus sakralen Gesängen a cappella und dokumentierte die gewaltige Stimm-technik der sieben Sänger. Immer wieder traten dabei Solis-ten in den Vordergrund, die über einem oft gesummten Background so bekannte Titel wie „Die 12 Räuber“, „Suliko“ oder „Die Abendglocken“ sangen. Gerade die Kadenzen wurden mit einer großen Atemführung gestaltet, die bis in den nahtlos übergehenden Schlussakkord reichte. Leider verursachten die überaus schleppenden Tempi, etwa bei Bachs „Ave Maria“ oder dem christlichen „Ich bete an die Macht der Liebe“ - beide deutschen Ursprungs -, eine verfälschende und eher klangbadend-selbstgefällige Darbietung. Ein überflüssiges, nur metrisierendes Dirigat wirkte gerade dort störend (bei einem siebenköpfigen Ensemble!), zumal die Gruppe ohnehin über ein großartiges Ebenmaß an Deklamation und eine ausgeprägte Klanghomogenität verfügt.

Im zweiten Teil des Programms entwickelten diese Don Kosaken dann ihre Authentizität: Eine abwechslungsreiche, mitreißende Abfolge von zündenden Kosakenmärschen erreichte die Zuhörer vollends, immer wieder klatschten sie - sogar unter vereinzelten Bravo-Rufen - begeistert mit. „Stenka Rasin“, „Katjuscha“ und beispielsweise ein in Stimmkraft und Atemtechnik meisterhaftes „Kalinka“ führten zu den Wurzeln kosakischer Lieder, die unter anderem von freier Lebensweise geprägt sind und analog etwa zu ihren galoppierenden Gemeinschaften eine eher vorwärts drängende Stilistik bevorzugen. Prächtig reiht sich bei diesen Stücken Mitsänger Anatoli Kunitski mit pointierter Begleitung und perfektem Solo-spiel am Akkordeon ein.

Unabhängig von der Ambivalenz beider Programmteile ist am Ende die Begeisterung groß; dankbarer Applaus lässt die Maxim Kowalew Don Kosaken noch zwei Zugaben anfügen.

Von Helmut Lange

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