Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -3 ° wolkig

Navigation:
Reflektor-Folie soll Wildunfälle verringern

Hohenhameln-Stedum Reflektor-Folie soll Wildunfälle verringern

Stedum . "Im vergangenen Jahr gab es im Landkreis Peine mehr als 500 Wildunfälle - hauptsächlich mit Rehwild", sagt Axel Rühmann, Vorsitzender der Peiner Kreisjägerschaft. "Davon waren sechs Unfälle auf der Strecke zwischen Stedum und Hohenhameln." Eine erschreckende Zahl, denn obwohl kein Waldgebiet direkt neben der Straße liegt, kommt es auf der Bundesstraße 494 immer häufiger zu Wildunfällen. "Die Zahl ist steigend", so Rühmann.

Voriger Artikel
Physiotherapeut bringt Senioren auf Trab
Nächster Artikel
Händels "Messias" begeisterte Musik-Fans

Reflektierende Folie soll das Wild von der Straße fernhalten: Jäger aus Bekum haben die Leitpfosten damit beklebt.

Kritisch seien besonders die Stunden in der Dämmerung, wenn das Wild auf der Suche nach Äsung die Straße überquert. Dass gerade an diesem Streckenabschnitt der Bundesstraße vermehrt Wildunfälle auftreten, liege der nahe gelegenen Lehmkuhle, in deren Umgebung sich Wild bevorzugt aufhalte. Dort suche es im Buschwerk Schutz.

„Gegen die steigende Zahl der Unfälle wollen wir etwas tun“, sagte Rühmann. „Im Interesse des Wildbestands und im Interesse der Autofahrer.“ Zusammen mit einer Gruppe von Jagdpächtern aus dem Revier Bekum möchte die Kreisjägerschaft nun Wildwarn-Reflexkleber an den Leitpfosten entlang der B494 anbringen.

An anderen Stellen im Landkreis gibt es solche Folien bereits, und besonders in der Dämmerung hätten sie sich als äußerst effektiv erwiesen: „Die Folien reflektieren das Scheinwerferlicht eines sich nähernden Autos diffus in Richtung Feld“, sagte Rühmann. „Das Wild erschrickt vor dem Licht und hält Abstand von der Straße.“ Die Wildwarn-Reflexfolien würden vom Landkreis bereitgestellt.

Noch seien die Straßenüberquerungen des Wilds zwar eher verhalten, da die Temperaturen noch sehr winterlich sind. „Aber schon in ein paar Wochen, wenn die Böcke beginnen, ihr Revier zu bestimmen, werden es deutlich mehr werden“, so Rühmann.

Mittlerweile würden fast dreißig Prozent des Wildbestands auf der Straße enden. Diese Zahlen versuche man nun zu minimieren. In Zusammenarbeit mit der Polizei und der Jägerschaft ermittelt der Landkreis daher Unfallschwerpunkte, um gezielt vorbeugen zu können: „Jeder Wildunfall, den es nicht gibt, ist gut“, sagte Christof Prinz, Leiter des Hegerings Hohenhameln.

„Wenn man mit 50 Kilometern pro Stunde auf einen Rehbock trifft, wirken in diesem Moment etwa 900 Kilogramm auf Fahrzeug und Fahrer“, sagte Kurt-Werner Jürgens, Jagdpächter im Bereich Bekum. Die Rechnung zeigt, wie gefährlich Wildunfälle sind - nicht nur für das Wild. Dem Tier auszuweichen führe in den meisten Fällen zum Zusammenstoß mit einem Baum.

„Gerade hier auf der B494 wird zu oft gerast“, so Rühmann. „Ein Appell an alle Autofahrer ist daher: Bei Verkehrsschildern, die vor überquerendem Wild warnen, immer den Fuß vom Gas nehmen.“

leo

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung