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Rat gegen Windenergie-Gebiet bei Dolgen/Evern

Hohenhameln Rat gegen Windenergie-Gebiet bei Dolgen/Evern

Hohenhameln/Mehrum. Die Region Hannover hat das Beteiligungsverfahren für die Neuaufstellung ihres Regionalen Raumordnungsprogramms eingeleitet und die Gemeinde Hohenhameln um Stellungnahme gebeten. Unter anderem geht es um ein neues Windenergie-Gebiet bei Dolgen/Evern direkt an der Gemeindegrenze nordwestlich von Mehrum, das von der Gemeinde Hohenhameln abgelehnt wird. Darüber herrschte in der jüngsten Ratssitzung Einstimmigkeit.

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Windräder südlich von Mehrum: Ganz klein zwischen dem Windrad und dem linken Strommast erkennt man die Dorfkirche (Blick von Süden nach Norden).

Quelle: sur

Seitens der Gemeinde wird die Planung kritisch gesehen, wie aus der Stellungnahme hervorgeht, die in der jüngsten Ratssitzung thematisiert wurde. Insbesondere wird der von der Region Hannover festgelegte Mindestabstand von nur 800 Metern zu Siedlungsbereichen bemängelt.

Schon 2004 habe das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz eine Abstandswert von 1000 Metern empfohlen, der Großraum Braunschweig habe diese Empfehlung damals bereits übernommen. „Seither sind die Windenergie-Anlagen deutlich größer geworden. Die Schutzwirkung für die Menschen nicht zu erhöhen, ist nicht akzeptabel“, heißt es in der Stellungnahme.

Besonders thematisiert wird das Vorranggebiet Dolgen/Evern, das nur rund 1300 Meter von Mehrum entfernt liegt. Die Gemeinde Hohenhameln fordert, „dass zum Erhalt des Landschaftsbildes, der Durchlässigkeit des Raumes und der Verbesserung der Sozialverträglichkeit ein Mindestabstand von fünf Kilometern zwischen den einzelnen Vorranggebieten für Windenergie einzuhalten ist, und zwar auch zu Standorten außerhalb der Region Hannover“. Es gebe bereits heftige Bürgerbeschwerden wegen zu geringer Abstände. In Hohenhameln gibt es bereits zahlreiche Windenergie-Anlagen.

„Ich freue mich, dass die Stellungnahme der Gemeinde Hohenhameln ablehnend ist, und werde das unterstützen“, sagte Mehrums Ortsbürgermeister Jens Böker. Er halte das Testfeld für eine starke Belästigung von Mensch und Tier.

Geplant ist ein Testfeld der Mulit-Megawatt-Klasse mit bis zu 200 Meter hohen Windrädern und 100 Meter hohen, mit Halteseilen abgespannten Gittermasten für die Windstärkemessungen.

wos

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