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Punk brachte Schülern Respekt bei

Hohenhameln Punk brachte Schülern Respekt bei

Hohenhameln . Statt Englisch und Mathe standen für die Hohenhamelner Realschüler Entspannung, Zahngesundheit, Suchtprävention und Konfliktbewältigung auf dem Stundenplan: Bei einer Projektwoche befassten sie sich mit Gesundheit, Drogen und Gewalt.

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„Probiert euch aus und akzeptiert die anderen in ihrer Art“, riet Deeskalations-Trainer Kalle Empter den Schülern.

Quelle: kn

Wie Menschen sich begrüßen, die Hand geben oder umarmen, sagt viel über ihre Persönlichkeit aus. „Wenn ihr bei der Vorstellung dem Personalchef die Hand reicht und ihn dabei nicht anseht, habt ihr euch umsonst mit eurem Aussehen und der Bewerbungsmappe Mühe gegeben. Dann ist der erste Eindruck einfach negativ“, erklärte der Deeskalationstrainer Kalle Empter. Das wurde den Jugendlichen des 9. und 10. Jahrgangs deutlich, als sie aufstehen und sich gegenseitig die Hände geben sollten - mit Augenkontakt.

Der 44-jährige Mitarbeiter der Arbeitsstelle Rechtsextremismus und Gewalt aus Braunschweig war in seinem gewohnten Punk-Outfit gekommen. Mit dem henna-roten Irokesenschnitt und den Tattoos von Che Guevara und einem BMW-Boxermotor auf dem Oberarm machte er den 16- bis 17-Jährigen in aller Ruhe klar, worum es bei Konflikten und Konfliktvermeidung geht: „Besser als gemeinsam über ein Opfer herzufallen und es mit Auslachen fertig zu machen, ist gegenseitiger Respekt.“

Jeder Mensch mache Fehler, jeder sei Opfer und Täter, und wer nicht mitmache bei einer Aktion, sei deswegen noch lange kein Spießer. „Achtet auf die Signale, die jemand bereits bei einer Begrüßung aussendet und disst nicht jemanden, den ihr bei einer Lüge erwischt habt. Denkt daran: Jeder Mensch lügt mal!“

Eigentlich waren es Binsenweisheiten, die Kalle Empter den Jugendlichen vermittelte, aber er war authentisch und bekam die Aufmerksamkeit und den Respekt, den er den Schülern für das Miteinander nahelegte. „Lasst euch nicht auf eine Rolle einengen, probiert euch aus und akzeptiert die anderen in ihrer Art“, riet er.

Zum Schluss konnten seine Schüler kaum genug vom Deeskalations-Training bekommen: Ausgelassen spielten sie in einer Art Ententanz das Begrüßungsritual durch - vom Händedruck, Abklatschen, Schulterklopfen und Umarmen bis zum freundschaftlichen Hüft- und Po-Rempeln.

sz

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