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Preisgekrönt: Deckers Kuhstall

Bierbergen Preisgekrönt: Deckers Kuhstall

Bierbergen. Hof Decker gehört zu den Besten unter den 11200 Milchviehhaltern in ganz Niedersachsen. Seit gestern bezeugt das auch ein Schild an der Melkhalle zwischen Bierbergen und Stedum: "Milchlandpreis 2012" steht darauf.

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Glückliche Kühe: Familie Decker kümmere sich vorbildlich um ihre Tiere, meint die Jury.

Quelle: cb

Verliehen wurde der Preis schon im Oktober von der Landesvereinigung der Milchwirtschaft (PAZ berichtete). Der Familienbetrieb der Deckers belegte Platz 4, beworben hatten sich etwa 80 Betriebe aus dem ganzen Bundesland. Eine Fachjury hatte in den Monaten zuvor alle Kandidaten besucht und die Betriebe ausführlich analysiert. Die Gutachter schauten auf die Leistungsfähigkeit der Kühe, die Qualität der Milch, die Wirtschaftlichkeit des Betriebs, aber auch auf die Arbeitsbedingungen und auf die Haltung der Tiere.

Bedeutet der Milchlandpreis, dass die Deckers glückliche Kühe haben? „Kann man so sagen“, meinte Jan Heusmann, der Vorsitzende der Landesvereinigung, gestern bei der Hofschild-Übergabe. „Das Milchvieh wird hier sehr tiergerecht gehalten.“ Dass der Kuhstall bei Bierbergen ein Vorbild für andere ist, findet auch Gert Lindemann. Der ehemalige Landwirtschaftsminister lebt seit 40 Jahren in Hohenhameln und kennt Familie Decker schon lange. „In meiner Ministerzeit war dieser Betrieb immer mein Bezugspunkt bei Gesprächen über den Tierschutz und die Frage, ob die Nutztierhaltung vor 30 oder 40 Jahren besser war als heute“, sagte er. „Moderne Nutztierhaltung ist nicht per se tierquälerisch und umweltfeindlich.“

In der Öffentlichkeit aber ist das Bild der Landwirtschaft geprägt von Skandalen wie dem Bio-Eier-Betrug. Lutz Decker will das ändern: „Es geht uns bei dem Preis weniger um unseren Betrieb als um die Sache - das Bild der Landwirtschaft und der Milchproduktion in der Öffentlichkeit gut darzustellen“, sagte er. „Dem einzelnen Tier geht es in modernen Stallanlagen besser als in ideologisch behafteten Anbindeställen von vor 50 Jahren.“

Damit das schon Kinder lernen, führt der Landwirt bereitwillig Schulklassen und Kita-Gruppen durch den luftigen Stall mit mehr als 200 Milchkühen, von denen jede rund 10000 Kilogramm Milch pro Jahr gibt. Erst gestern war wieder eine Busladung Grundschüler aus Hohenhameln zu Gast. Neben dem Melkhaus gibt es extra einen Besucherraum - auch das sah die Jury bei der Preisvergabe als Pluspunkt.

Deckers eigene Kinder sollen direkt bei den Kühen aufwachsen. Die junge Familie, die derzeit noch auf dem Hof seiner Eltern in Bierbergen lebt, baut sich gerade ein Haus außerhalb des Dorfes, direkt neben dem Stall. Noch steht nur der Rohbau. „Die Kühe sind hier hervorragend untergebracht - aber die Familie selbst hat noch kein Dach überm Kopf“, scherzte Heusmann gestern. „Hier steht das Tierwohl eben ganz vorn.“

sur

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