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Power-Frauen: „Sistergold“ spielt Glanzstücke

Hohenhameln Power-Frauen: „Sistergold“ spielt Glanzstücke

Hohenhameln. „Sie kommen, spielen und siegen“ - so lässt sich das Zitat des römischen Staatsmannes Julius Caesar auf den Auftritt der vier musizierenden Power-Frauen von „Sistergold“ ummünzen, die in der evangelischen St.-Laurentius-Kirche in Hohenhameln mit ihrem Programm „Glanzstücke“ die Konzertbesucher begeisterten.

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Das Saxophon-Quartett „Sistergold“ begeisterte in der evangelischen St.-Laurentius-Kirche Hohenhameln.

Quelle: Isabell Massel

Mag man anfangs noch Informationen über das Quartett und ihren Konzertinhalt vermissen, so machen die sympathischen Damen diesen winzigen Makel wett durch eine versiert individuelle Moderation, ihre selbstsprechenden Arrangements und nicht zuletzt durch eine in allen Belangen grandiose Umsetzung der Musiktitel.

Das bunt gemischte, vielseitige Programm lässt denn auch literaturspezifisch und künstlerisch keine Wünsche offen. Allenfalls Telemanns Concerto D-Dur erscheint etwas deplatziert.

Dieses fulminante Saxopho-nistinnen-Quartett mit Inken Röhrs (Sopran und Bariton), Elisabeth Flämig (Alt), Sigrun Krüger (Tenor) und Leader Kerstin Röhn (Bariton und Sopran) fasziniert von ihrem musizierenden Einzug bis hin zur letzten Zugabe. Ihre spieltechnische Brillanz, zutiefst ausgeprägte Musikalität und in allen Facetten erlebbare Freude an bestechender Improvisation integrieren sie in einen homogen strahlenden Ensemble-Sound, der von gemeinsamen dynamischen Inspirationen und rhythmisch perfekten Strukturen gleichermaßen geprägt ist.

Solo- und Tutti-Teile greifen dabei spielerisch und mit hoher Qualität ineinander; das aufmerksame Publikum kennzeichnet diese ideal verschwimmenden Grenzen immer wieder mit kräftigem Zwischenapplaus.

Gassenhauer wie „I got Rhythm“ oder „Hit the Road, Jack“ - verpackt in linear und akkordisch versierten Eigenarrangements - bringen die Kirche zum Beben, weil sie zum euphorischen Mitklatschen und -singen animieren.

Die vielfachen Umsetzungen des Begriffes „Konzert“, nämlich des Miteinander-Streitens, begeistern klanglich und optisch, da choreografische Elemente das perfekte Wetteifern bereichern. Schließlich avancieren zu solistischen Höhepunkten Kerstin Röhns Eigenkomposition „Blondes Gift“, dargestellt in den erotischen Tiefen des Bariton-Saxophons, Sigrun Köhlers virtuoses Klarinetten-Spiel - beim „Charleston“ garniert mit einer perfekten Stepp-Einlage von Inken Röhrs - und nicht zuletzt Elisabeth Flämig, die aufgrund ihrer frappierenden Spiel- und Atemtechnik scheinbar über einen dritten Lungenflügel verfügt.

Am Ende dieses beeindruckenden Konzertes, dessen Hauptgewinner zu Recht die veranstaltende evangelische St.-Laurentius-Stiftung ist, kann „Sistergold“ die Kirche erst verlassen, nachdem es sich zu fünf (!) Zugaben gern hat hinreißen lassen - nach dem eigentlich abschließenden „See you later“ bis zum letzten, in allen Belangen zutreffenden Titel eines ABBA-Medleys: „Thank you for the music“.

hl

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