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Paten in Uniform als Partner der Realschüler

Hohenhameln Paten in Uniform als Partner der Realschüler

Die Paten tragen Blau: In Hohenhameln haben gestern Vertreter der Realschule und der Polizei einen Partnerschaftsvertrag unterschrieben. Ziel dieses Abkommens ist es, durch regelmäßige Kontakte bei Bedarf vorbeugend tätig zu werden, Gefahrenpotenziale zu erkennen und auszuräumen sowie in der Arbeitsgemeinschaft „Fair Play“ gegen Vorurteile anzukämpfen.

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„Wir sind sehr glücklich, dass wir die örtlichen Polizeibeamten Heiner Seemann und Hans Fricke sowie den Präventionsbeauftragten Rainer Röcken gewinnen konnten“, sagte Realschulleiterin Daniela Rehmet-Bressem. Durch die Polizeistation in Hohenhameln gebe es nur kurze Wege zueinander.

Per Minister-Erlass sind Schulen verpflichtet, mit Polizei und Staatsanwaltschaft zusammenzuarbeiten. Aber an der Realschule bestanden schon vorher Kontakte zu den Uniformierten. „Wir haben hier eine knuffige Jungengruppe, die sich noch einfügen muss“, sagte Rehmet-Bressem, „das gibt’s an jeder Schule, aber wir dürfen nicht die Augen davor verschließen.“

Polizei-Oberkommissar Röcken schilderte seine Erfahrungen aus den 64 Schulen in Stadt und Kreis, in denen er tätig ist: „Die psychische Gewalt ist häufig größer als die körperliche“, sagte er. „Da wird so lange gemobbt und ausgegrenzt, bis der betreffende Schüler sich in Behandlung begeben muss oder im Extremfall Amok läuft“, sagte er.

Jetzt hat eine Arbeitsgruppe Ziele und die Aufgaben der Schulpaten schriftlich festgelegt. „Im Mittelpunkt dieser Patenschaft stehen das gemeinsame Bemühen um Erziehung sowie die Förderung von Gewaltfreiheit, Toleranz und Mitmenschlichkeit im alltäglichen Umgang der Schülerinnen und Schüler miteinander“, heißt es in dem Vertrag.

Durch die vertrauensvolle und enge Zusammenarbeit sollen Vorurteile abgebaut und gegenseitiges Vertrauen entwickelt werden. „Wenn wir die Schüler erreichen und vor Straftaten, besonders auch im Internet, bewahren können, hat sich der Einsatz schon gelohnt“, sagte Röcken. Sein Kollege Seemann übernimmt den sportlichen Teil: „In einer Mannschaft werden alle Spieler gebracht“, sagte er, „das müssen die Schüler lernen. Und das gilt auch außerhalb der Schule.“

Die Schulpaten der Polizei sollen auch bei besonderen Anlässen Präsenz in der Schule zeigen, wie etwa bei Festen oder Schulentlassungsfeiern. Die Polizisten stehen in dem Projekt der Schulleitung, Lehrkräften, Erziehungsberechtigten und Schülern beratend und helfend zur Seite und unterstützen Zeugen, Opfer und Helfer. Auch im Unterricht tauchen die Polizei-Paten auf: „Wir sind da“, versprachen sie.

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