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Ohlum hat jetzt mehr Kühe als Einwohner

Ohlum Ohlum hat jetzt mehr Kühe als Einwohner

Der Bullenstall in Ohlum ist fertig: 280 Tiere sind dort eingezogen, ein Jahr lang werden sie gemästet – und dann geschlachtet.

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Der Herr der Herde in Ohlum: Karsten Bosse füttert die Bullen mit einem Gemisch aus Rübenschnitzeln, Gras und Kraftfutter. Zusammen vertilgen die 280 Jungtiere schon jetzt fünf Tonnen Nahrung am Tag – Tendenz steigend.

Quelle: cb

Ohlum. Karsten Bosse mag Rinder. „Mein Vater hatte früher Milchkühe, ich bin quasi mit den Tieren groß geworden“, sagt er. Er selber kümmert sich seit Kurzem um 280 junge Bullen im neu gebauten Stall bei Ohlum. Damit hat das Dorf jetzt mehr Kühe als Einwohner. Dass die Tiere in einem Jahr geschlachtet werden, verursacht bei Bosse kein schlechtes Gewissen: „Mir tut das schon leid, aber das gehört zum Geschäft“, sagt er.

Wenigstens ginge es den Bullen in ihrem kurzen Leben gut, meint der Hohenhamelner Landwirt. Der 1300 Quadratmeter große Stall ist hell und gut belüftet, die Tiere haben Stroh unter den Hufen – keine Selbstverständlichkeit. Anderswo stehen Mastbullen auf blankem Beton, der Mist fällt durch Ritzen im Boden in eine Grube. Bosse ist es aber wichtig, dass seine Tiere sich wohlfühlen: Das wirke sich auch auf die Qualität des Fleisches aus, ist er überzeugt.

Durch Schlitze in den hölzernen Wänden, einem Abzug im Dach und die offenen Tore kommt immer frische Luft in den Stall. Erstaunlich, dass es draußen kaum stinkt: Erst, wenn man durchs Tor tritt, schlägt einem der strenge Geruch der Bullen entgegen. Letzte Woche sind die sechs Monate alten Bullen von einem Kälber-Aufzuchtbetrieb in Nordrhein-Westfalen nach Ohlum umgezogen. Die schwersten unter ihnen bringen schon jetzt sieben Zentner auf die Waage, sagt Bosse. Mehr als doppelt so viel sollen es in einem Jahr sein: Dann wiegen die Bullen je 750 Kilo. Die kräftigsten Tiere will der Landwirt an kleine Fleischereien in der Region verkaufen, die Mehrzahl landet wohl in einer Großschlachterei.

Ärger mit Tierschützern oder besorgten Anwohnern hatte Bosse bisher nicht. „Es gab nicht eine einzige negative Stimme“, sagt er und klingt selbst ein wenig erstaunt. Allerdings hat er die Anwohner schon früh persönlich über seine Pläne informiert. Und sobald sich die Tiere eingelebt haben, plant der Landwirt für alle Interessierten einen „Tag des offenen Stalls“.

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