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Ölfilm auf der Aue bei Mehrum: Großeinsatz der Feuerwehren

Flüssigkeit trat aus Drainage-Rohr aus Ölfilm auf der Aue bei Mehrum: Großeinsatz der Feuerwehren

„Öl auf der Aue, Einsatzort Mehrum, Triftstraße“ - so lautete der Einsatzbefehl, der am Mittwoch um 16.23 Uhr bei den Freiwilligen Feuerwehren der Gemeinde Hohenhameln einging und insgesamt sechs Ortswehren - darunter auch die aus Dolgen - beschäftigte.

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Die Feuerwehren verlegten drei Ölsperren. Für die Arbeiten auf der Aue wurde auch ein Schlauchboot eingesetzt.

Hohenhameln. Der Betreiber einer Anlage am Rande des Mehrumer Industriegebietes hatte einen ölartigen Film auf der Aue bemerkt und den Fachdienst Umwelt des Landkreises Peine informiert. Die Gewässerschutz-Alarmbereitschaft verschaffte sich vor Ort ein Bild und forderte die Unterstützung der Hohenhamelner Feuerwehren an, berichtet der Sprecher des Landkreises Peine, Henrik Kühn, auf Anfrage der PAZ.

Es rückten die Ortwehren aus Mehrum, Equord, Hohenhameln, Soßmar und Ohlum an. In Anbetracht der Lage wurde zusätzlich die örtliche Einsatzleitung alarmiert. Da die Aue im weiteren Verlauf mittels eines Dükers unter dem Mittellandkanal weiter auf benachbartes Kreisgebiet fließt, alarmierte Einsatzleiter Olliver Sander sowohl den Stadtbrandmeister der Stadt Sehnde als auch die Freiwillige Feuerwehr Dolgen. „Insgesamt waren 56 Kräfte im Einsatz“, so Werner Zimmer, Sprecher der Gemeindefeuerwehr Hohenhameln.

Es wurden drei Ölsperren auf dem Gewässer verlegt und parallel nach der Ursache für den Ölfilm geforscht. Dabei kam auch ein Schlauchboot zum Einsatz. „Zusätzlich wurden Fachfirmen angefordert, die Proben entnahmen, eine provisorische Ölsperre ersetzten und Erdarbeiten durchführten“, berichtet Zimmer.

„Um 19.15 Uhr war das Gewässer gesichert und konnte von der Feuerwehr in die Verantwortung des Fachdienstes Umwelt übergeben werden“, erklärte Zimmer.

„Nach Einschätzung unserer Mitarbeiter handelte es sich um Diesel, es wurde jedoch eine Analyse in Auftrag gegegeben“, erklärte Kühn. Die Flüssigkeit sei aus einer Drainage in der Nahe des Raiffeisen-Lagerhauses an der Triftstraße in die Aue ausgetreten. Wie der Diesel in das Rohr kam, konnte Kühn gestern nicht beantworten. Es werde davon ausgegangen, dass die Regenfälle Ursache für den Austritt in Aue waren. Ein Verursacher konnte bislang nicht festgestellt werden. Das Drainage-Rohr wurde heute weiter untersucht und soll nun noch gespült werden. Vor Verlegung der Ölsperren sollen sich bereits Schadstoffe auf der Aue in Richtung Mittellandkanaldüker bewegt und an der Dükerkammer gesammelt haben. Diese wurden gestern abgesaugt. „Der Düker wirkte dabei wie eine Art Sperre, durch die sich die Schadstoffe nicht weiter die Aue entlang bewegen konnten“, so Kühn.

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