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Nussknacker-Hersteller muss Insolvenz anmelden

Hohenhameln Nussknacker-Hersteller muss Insolvenz anmelden

Hohenhameln. Der Nussknacker-Hersteller Steinbach aus Hohenhameln hat Insolvenz angemeldet.

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Die Geschäftsführerin der Firma Steinbach, Karla Steinbach.

Quelle: dpa

Als Grund für die Zahlungsunfähigkeit nennt das Unternehmen gestiegene Kosten durch den Mindestlohn, berichtet die Nachrichtenagentur dpa mit Bezug auf einen Artikel der „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung“.

Steinbach, seit nunmehr 200 Jahren am Markt, gilt als einer der größten Hersteller von Nussknacker-Figuren in Deutschland. Zuletzt seien die Personalkosten um 27 Prozent gestiegen, heißt es in dem Bericht. Laut Geschäftsführerin Karla Steinbach seien rund 120 Mitarbeiter an den Standorten Hohenhameln (80 Beschäftigte) und Marienberg im Erzgebirge betroffen. Die Firma ist einer der größten Arbeitgeber in der Gemeinde Hohenhameln.

Für den Familienbetrieb sei der Mindestlohn zu schnell eingeführt worden, sagte Geschäftsführerin Steinbach. Vorher hätten die meisten Mitarbeiter zwischen 5,50 und 6,50 Euro pro Stunde bekommen. Das Unternehmen habe versucht, wie andere Branchen mehr Zeit für die Einführung der Lohnuntergrenze oder alternativ Zuschüsse für eine Übergangszeit zu bekommen. Damit habe man aber keinen Erfolg gehabt.

Steinbach stellt in Handarbeit Holzspielzeug und Nussknacker-Figuren her - lange Zeit nur im Erzgebirge, nach dem Krieg dann in Hohenhameln. Zu den Kunden zählen in einem hohen Umfang Sammler, rund 80 Prozent des Geschäftes machte das Unternehmen zuletzt in den USA.

Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde der Rechtsanwalt Manuel Sack aus Hannover bestellt. Der entsprechende Antrag ging beim Amtsgericht Gifhorn ein. Der Betrieb soll zunächst normal weiterlaufen. Durch das Insolvenzgeld, das die Agentur für Arbeit drei Monate zahlt, seien die Gehälter vorerst gesichert. Wie es dann weitergeht, steht noch nicht fest. Eine wichtige Rolle spiele jetzt, wie das Weihnachtsgeschäft in den USA läuft - wegen des „guten Dollarkurses“ seien dort Preiserhöhungen von bis zu 15 Prozent durchgesetzt worden.

 mic

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