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Nordzucker fährt Werke hoch: In Clauen begann die Rübenverarbeitung

Hohenhameln Nordzucker fährt Werke hoch: In Clauen begann die Rübenverarbeitung

Clauen. Das Clauener Nordzucker-Werk wurde am Donnerstag hochgefahren. Generell werde in ganz Niedersachsen in diesem Jahr eine gute Zuckerrüben-Ernte erwartet (PAZ berichtete). Das Ergebnis werde deutlich über dem fünfjährigen Mittel liegen, sagt Nordzucker-Sprecherin Tanja Schneider-Diehl.

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Archivbild: Ein Lkw entleert seinen mit Rüben beladenen Anhänger bei der Nordzucker AG auf dem Gelände der Zuckerfabrik in Uelzen.

Quelle: dpa

In der vergangenen Saison hatte der Konzern insgesamt 2,5 Millionen Tonnen Zucker hergestellt. In Norddeutschland hat das Unternehmen gestern die ersten drei zuckerverarbeitenden Werke in Clauen, Nordstemmen (Landkreis Hildesheim) und Schladen (Landkreis Wolfenbüttel) hochgefahren.

Heute will Nordzucker auch im Werk in Uelzen mit der Produktion beginnen, am 15. September ist Klein Wanzleben (Landkreis Börde, Sachsen-Anhalt) dran. Die sogenannte Kampagne von Nordzucker soll insgesamt 130 Tage dauern, danach stehen die Werke für den Rest des Jahres überwiegend still.

Niedersächsische Landwirte bauen laut Landesamt für Statistik in diesem Jahr auf rund 101 400 Hektar Zuckerrüben an. Damit stieg die Anbaufläche im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent.

Das Wetter spielte den Landwirten laut Schneider-Diehl in die Hände. Vor allem habe der milde Winter für ein gutes Wachstum gesorgt. Im vergangenen Jahr hatten Landwirte laut Statistik-amt rund 6,3 Millionen Tonnen Rüben geerntet, fast 18 Prozent weniger als 2012.

Nach der Ernte werden die Rüben zunächst in einer Art überdimensionaler Waschmaschine gereinigt und anschließend in pommesgroße Stücke geschnitten, wie Schneider-Diehl schildert. Im warmen Wasser wird dann der Zucker herausgelöst und der dabei entstehende Saft eingedickt. Der Zucker wird kristallisiert, herausgeschleudert und getrocknet. Danach gibt es keine Eile: „Zucker ist unbegrenzt haltbar, das ist der Vorteil.“ Für ein Kilogramm Zucker brauche man etwa sechs bis acht Rüben.

Nordzucker hat nach eigenen Angaben in der vergangenen Saison insgesamt 2,5 Millionen Tonnen Zucker hergestellt. Europas zweitgrößter Zuckerproduzent vereint rund 15 000 Rübenbauern, deren Anbaufläche in etwa so groß ist wie das gesamte Saarland. Derzeit kämpft die Zuckerbranche in der EU mit den Vorboten einer anstehenden Marktliberalisierung in drei Jahren. Dann wird sie sich dem Weltmarkt öffnen müssen. Bei Nordzucker brach im Auftaktquartal (Stichtag 31. Mai) der Gewinn wegen voller Zuckerlager in der EU und sinkender Weltmarktpreise um 72 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein. Beim Konkurrenten Südzucker waren es 54 Prozent.

rd

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