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Nehberg: Klare Worte, klare Botschaft

Hohenhameln Nehberg: Klare Worte, klare Botschaft

Hohenhameln. Würmer braten, mit Krokodilen kämpfen und im Schlammloch Wildschweinen auflauern - im Leben von „Sir Vival“ Rüdiger Nehberg gab es viele Herausforderungen. Die 180 Gäste, die zu seinem Lichtbildervortrag in der evangelischen St.-Laurentius-Kirche gekommen waren, bewiesen starke Nerven - trotz teils ekliger Bilder.

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"Sir Vival" Rüdiger Nehberg bei seinem Vortrag in Hohenhameln.

Quelle: im

Auf der Leinwand vor dem Altar prangte zum Beispiel das Bild eines Mann, der sich eine Schlange durch die Nase und den Mund fädelt. Nehbergs Kommentar zu dem Foto einer extra beigebrachten Schürfwunde zum Anlocken von Fliegen: „Damit ist der Tisch immer gedeckt.“

Für die Fotosequenz mit einer Ringelnatter, aus der er einen Frosch herausmassiert, hatte der gelernte Konditor sogar mal einen Dankesbrief bekommen: „Als das im Fernsehen kam, ist meine Mutter ohnmächtig vom Sessel gerutscht. Das war mein schönstes Geburtstagsgeschenk“, hatte ein junger Zuschauer geschrieben.

Gnadenlos bereitete sich der Extrem-Tourist auf seine Reisen vor: Schwimmen im Eiswasser, 1000-Kilometer-Märsche ohne andere Nahrung als überfahrenen Tiere oder Kampfschwimmertraining, um die Angst vor dem Wasser in den Griff zu bekommen.

Seekrank werde er aber immer noch auf seinen Fahrten mit Tret-, Bambus- und Baumstammboot auf hoher See, dem Amazonas und dem Blauen Nil. „Aber ich habe mich entschieden, lieber kurz und knackig als lang und langweilig zu leben“, berichtet der 78-Jährige.

Seine Popularität nutzt er seit Jahren geschickt aus: Er setzte sich für den Schutz der Yanomami-Indianer vor dem Landraub durch Goldgräber ein und kämpft mit seiner Organisation Target erbittert gegen die noch in vielen Gegenden Afrikas übliche Genitalverstümmelung.

Mit Sicherheit zum ersten Mal ist in der Laurentiuskirche das hohe Lied des Islam gesungen worden, der zu Unrecht verdächtigt werde, hinter dem barbarischen Brauch zu stehen. „Die zehn höchsten islamischen Geistlichen haben die Genitalverstümmelung in einer Fatwa verboten“, erklärte Nehberg. Eine Fatwa ist ein islamisches Rechtsgutachten, das ein Problem im Rahmen der islamischen Religion klärt.

Nehberg ließ die Hohenhamelner Zuhörer, die in der ersten Reihe Platz genommen hatten, ein Spruchband mit dem Urteilsspruch entfalten. Passend dazu ist auch das nächste Ziel des 78-Jährigen: „Ich will so ein Transparent an dem Platz mit der Kaaba, dem höchsten Heiligtum der Moslems, anbringen.“

sz

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