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Nach Brand in Stedum: BI erhebt Vorwürfe gegen PEG

Stedum Nach Brand in Stedum: BI erhebt Vorwürfe gegen PEG

Stedum. Während des heftigen Unwetters in der vergangenen Woche am 22. Juli war vermutlich durch einen Blitzeinschlag auf dem Gelände der Mülldeponie in Stedum, die von der Peiner Entsorgungsgesellschaft (PEG) betrieben wird, ein großer Altholzstapel in Brand geraten (PAZ berichtete).

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Löscharbeiten am 22. Juli im Altholzlager auf dem Deponiegelände in Stedum.

Quelle: jaw

Angesichts dieses Vorfalls fragt sich die Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln, wie es um die Umsetzung des neuen Brandschutzkonzeptes bestellt ist, das als Konsequenz auf den Großbrand vor rund drei Jahren erarbeitet worden war.

Seitens der BI gibt es Zweifel, dass die vorgesehenen Verbesserungen nicht umgesetzt werden. Im konkreten Fall wird bemängelt, dass vor und hinter der Halle, in der der Altholzschredder steht, „Berge von geschreddertem und angeliefertem Holz lagerten“, wie es in einer Pressemitteilung, die vom BI-Vorsitzenden Hartmut Braun und seiner Vertreterin Marianne Kauers-Theunert unterzeichnet ist, heißt. So habe es keine Gassen gegeben, die der Feuerwehr ein schnelles Erreichen des Brandherdes ermöglicht hätten. „Nach meinem Kenntnisstand war die Lagerung des Altholzes genehmigungskonform. Es wurde im Zusammenhang mit dem Feuer Altholz bewegt, aber es ging darum, den brennenden Stapel zu separieren, damit das noch nicht betroffene Material kein Feuer fängt und der Brand so eingedämmt wird“, erklärt Mike Maczollek, kaufmännischer Leiter der Peiner Abfallwirtschaftsbetriebe, zu denen auch die PEG gehört.

Werner Zimmer, Sprecher der Hohenhamelner Feuerwehren, bestätigte auf Nachfrage der PAZ diese Darstellung. „Der Brandherd befand sich im Zentrum eines Holzberges. Um effektiver löschen zu können, haben die Greifer und Radlader die brennenden und glühenden Hölzer aus dem Stapel gehoben und auf einer Betonfläche verteilt, wo sie für die Feuerwehrleute viel leichter zu erreichen waren“, erklärte Zimmer das Vorgehen. Der Brand sei laut Maczollek beim zuständigen Gewerbeaufsichtsamt gemeldet worden. Dessen Mitarbeiter hätten den Schadensort besichtigt, Maßnahmen seien nicht angeordnet worden. „Das lässt darauf schließen, dass alles in Ordnung war“, resümiert Marczollek.

„Das Löschwasser wurde auf unserem Gelände aufgefangen, die zuständige Wasserbehörde hat Proben genommen, die derzeit analysiert werden. Dann wird entschieden, was mit dem Wasser weiter passiert. Da aber keine Stoffe wie Löschschaum eingesetzt wurden, rechne ich nicht mit Problemen“, sagte Marcus Frerich, Prokurist der PEG.

Auf Nachfrage der PAZ geht er auch auf die Kritik der BI ein, die Umsetzung des Brandschutzkonzeptes dauere zu lange. „Das geht nur Schritt für Schritt, und wir haben bereits damit begonnen. Aber teilweise handelt es sich um komplexe Genehmigungsverfahren, an denen mehrere Behörden beteiligt sind - das geht nicht so schnell, wie wir alle uns das wünschen würden“, so Frerich.

wos

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