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Nach Brand auf Mülldeponie: Wohin mit verseuchtem Löschwasser?

Hohenhameln Nach Brand auf Mülldeponie: Wohin mit verseuchtem Löschwasser?

Equord. Die Nerven liegen derzeit blank in Equord. Nach dem Brand auf der Mülldeponie der Peiner Entsorgungsgesellschaft (PEG) in Stedum gelangte durch die Löscharbeiten verunreinigtes Wasser in die Gräben, zwei Teiche sind in der Folge umgekippt. Nun macht sich bei den Bürgern neue Empörung breit: Es wurde kontaminiertes Löschwasser, das laut Anordnung des Landkreises nicht in das Grabensystem geleitet werden darf, abgepumpt und in eine nordöstlich gelegene Ecke des Deponiegeländes verbracht.

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Aus einem Kontrollschacht auf dem Deponiegelände wurde kontaminiertes Wasser abgepumpt und in einen Feuerlöschteich geleitet.

Quelle: oh

Bemerkt hat diesen Vorgang am Sonnabend der Junglandwirt Lennard Pfeiffer, der an das Deponiegelände angrenzende Felder und auch die Jagd besitzt, die das Gelände einschließt. „Deshalb darf ich das Deponiegelände betreten“, erklärt er.

Es gibt dort einen gemauerten Schacht, durch den im Normalfall Wasser vom Deponiegelände in das angrenzende Grabensystem geleitet wird. Der Zugang zum Graben ist derzeit versperrt, so dass das kontaminierte Löschwasser, das immer noch zusammenläuft, sich im Schacht sammelt. „In dieser Brühe hing eine Pumpe, die in Betrieb war. Über einen Feuerwehrschlauch wurde das Wasser abgeleitet“, berichtet Pfeiffer.

Er habe sofort den Ortsbürgermeister Peter Goor sowie Stellvertreter und Ortslandwirt Günter Strube und die Polizei informiert. Die Polizei hat sich an die Wasserschutzbehörde des Landkreises gewandt. „Von dort ist auch sofort jemand rausgekommen und hat die Sache aufgenommen“, sagt Pfeiffer. Am Montag sei die Spurensicherung der Polizei vor Ort gewesen.

Die Geschäftsführung der PEG nimmt dazu wie folgt Stellung: „Auf dem Gelände der Deponie Stedum befindet sich ein Schacht in einem Graben, der in Richtung Equord verläuft. Das Rohr im Graben nach Equord wurde ordnungsgemäß verschlossen.

Der Schacht muss nun regelmäßig entleert werden, da noch Wasser vom Betriebsgelände der PEG nachläuft. Eine Firma ist hiermit beauftragt. Am Wochenende ergab sich die Situation, dass die beauftragte Firma das Wasser nicht abfahren konnte. Zudem war die Aufnahmekapazität der Annahmestelle für das verunreinigte Wasser erschöpft.

Aus dieser Notlage heraus hat die PEG entschieden, das Wasser vor dem Überlaufen geordnet aus dem Schacht zu pumpen und in einen Feuerlöschteich auf dem Gelände des Bodenzwischenlagers zu leiten. Der Überlauf des Teiches ist mit einer Blase verschlossen worden. Insgesamt wurden etwa zehn Kubikmeter Wasser in den Teich geleitet. Selbstverständlich wird dieses Wasser zeitnah dort wieder abgepumpt.“

Von der Seite des Landkreises wurde die Anordnung getroffen, die Förderung der im Schacht gesammelten Flüssigkeit in den nordöstlichen Bereich des Deponiegeländes unverzüglich einzustellen, die dorthin verbrachten Flüssigkeiten wieder aufzunehmen und zu entsorgen sowie die entsprechenden Flächen zu reinigen. „Nachkontrollen erfolgen im üblichen Umfang“, heißt es auf Nachfrage der PAZ.

Bezüglich der Leerung des Teichs am Gillweg habe die Wasserbehörde angeordnet, das Schlamm-Wassergemisch unverzüglich abzusaugen. Unverzüglich heißt ohne schuldhaftes Verzögern. „Die PEG leistet dem Folge. Unterbrechungen aus technischen oder logistischen Gründen sind jedoch nicht auszuschließen“, sagt Kreissprecherin Katja Schröder.

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