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Nach Brand auf Deponiegelände: Wütende Bürger im Gemeinderat

Hohenhameln Nach Brand auf Deponiegelände: Wütende Bürger im Gemeinderat

Hohenhameln . Die Emotionen schlugen hoch gestern im Gemeinderat von Hohenhameln. Mehr als 50 Bürger überwiegend aus Equord waren gekommen, um ihrem Gefühl ohnmächtiger Wut wegen des Brandes auf dem Deponiegelände in Stedum und der Umweltkatastrophe in deren Folge Ausdruck zu verleihen - und um ihre Fragen loszuwerden.

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Am Mittwoch nahm der ABC-Zug der Berufsfeuerwehr Hildesheim Messungen vor, nachdem Anwohner über starke Geruchsbelästigung geklagt hatten.

Quelle: oh

Hintergrund: In der vergangenen Woche tobte auf der Deponie mehrere Tage lang ein Großbrand in einer Halle, in der unter anderem Gelbe Säcke gelagert waren. Eine große Menge des mit den Rückständen des verbrannten Kunststoffs, Löschschaum und Löschgel versetzten Löschwassers gelangte in einen nahe gelegenen Teich bei Equord. Dieser wurde so verseucht, dass alles Leben abgestorben ist. Auch angrenzende Gräben sind betroffen. Die Geruchsbelästigung ist enorm, und die Bürger sind in großer Sorge um ihre Gesundheit.

Die Bürgerfragestunde wurde einvernehmlich an den Beginn der Sitzung gelegt und dauerte rund zwei Stunden. Auf Einladung des Rates waren der stellvertretende Ortsbrandmeister Ernst Ebeling sowie Peter Funk von der Wasserbehörde und Jörg Hahn von der Emissionsschutzbehörde zur Sitzung gekommen.

Ebeling skizzierte den Verlauf der Löscharbeiten aus Sicht der Feuerwehr nach. Funk und Hahn informierten über den derzeitigen Stand der Dinge und beantworteten die Fragen der Bürger, soweit diese in ihren Zuständigkeitsbereich fielen und ihnen dies möglich war.

Ihren Unmut darüber, dass es keine für sie erkennbare klare Zuständigkeit gibt, drückten die Bürger deutlich aus. „Ein professionelles Krisenmanagement sieht anders aus“, hieß es immer wieder. Auch die Tatsache, dass weder Landrat Franz Einhaus noch der Geschäftsführer der Peiner Entsorgungsgesellschaft PEG, Olaf Eckardt, oder ein anderer höher gestellter Verantwortlicher an der Sitzung teilnahm, wurde scharf kritisiert.

Viele Fragen beschäftigen die betroffenen Anwohner derzeit: Kann man das Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten essen? Was ist mit dem Grundwasser? Wie konnte es überhaupt zu diesem verheerenden Brand kommen? Waren die Brandschutzmaßnahmen am Gebäude ausreichend?

Die Ratsmitglieder zeigten Verständnis für die Sorgen und Nöte der Bürger und versprachen, ihrerseits nachdrücklich zur Aufklärung der Umstände rund um das Großfeuer beizutragen.

Die Kritiker sahen zwar ein, dass die Ratsmitglieder in dieser Angelegenheit nur der Puffer sind, beruhigen und überzeugen konnten sie die empörten Betroffenen aber nicht, zumal es schon im Vorfeld immer wieder heftige Kritik an der PEG gab. Darin sehen sich unter anderem die Mitglieder der Bürgerinitiative für Umweltschutz nun bestätigt.

Nach dem Ende dieses Teils der Ratssitzung wurde im Rathausflur noch engagiert weiterdiskutiert. Dieses Thema wird - nicht nur - die Hohenhamelner sicher noch sehr lange beschäftigen.

wos

  • Was sonst noch im Gemeinderat besprochen und beschlossen wurde, lesen Sie morgen in der PAZ.
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