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Nach 13 Jahren: Endlich Rampe für Rolli-Fahrerin

Hohenhameln Nach 13 Jahren: Endlich Rampe für Rolli-Fahrerin

Soßmar. Es klingt unglaublich: Seit 13 Jahren sitzt Gabi Schwalenberg aus Soßmar im Rollstuhl - und konnte so lange auch nicht ohne fremde Hilfe aus ihrem Haus. Mit Hilfe des Generationenhilfevereins „Hand in Hand“ wurde der 53-Jährigen jetzt eine Rampe an den Hausaufgang gebaut.

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Heinz-Armin Hübner (links), Gabi Schwalenberg und Wolfgang Spiekermann an der neuen Alu-Rampe.

Quelle: js

Als Gabi Schwalenberg vor etwa einem halben Jahr zum ersten Mal zu einem Treffen von „Hand in Hand“ wollte, wurde sie abgeholt. Allein konnte sie das Haus in den letzten 13 Jahren nicht verlassen. Die Stufen am Hausaufgang machten es der 55-Jährigen unmöglich, die nach einem Schlaganfall im Rollstuhl sitzt. Beim Kaffeeklatsch erzählte sie ihr Problem dem ehrenamtlichen Wohnraumberater der Generationenhilfe, Wolfgang Spiekermann. „Ich war fassungslos und konnte nicht glauben, dass es so eine Situation wirklich gibt“, erinnert sich Spiekermann, der sich für „Hand in Hand“ zum Wohnraumberater weiterbilden ließ.

Mehr als ein Jahrzehnt musste immer jemand da sein, damit Gabi Schwalenberg das Haus verlassen konnte - und sei es nur, um ein paar Häuser weiter ihre Mutter zu besuchen, oder zum Gottesdienst in die angrenzende Kirche zu fahren. Aber auch den Sicherheitsaspekt mahnt Schwalenbergs ehrenamtlicher Betreuer Heinz-Armin Hübner an: „Was wäre denn passiert, wenn es hier mal gebrannt hätte? Nicht auszudenken.“ Mit dem Einbau der Rampe habe sich auch die Lebensqualität seines „Schützlings“ verbessert. „Herr Spiekermann hat sich wirklich rührend um die Umsetzung gekümmert.“

Situation protokollieren, Anträge an die Pflegekasse schreiben, Angebote für die neue Rampe einholen - all das tat Spiekermann ehrenamtlich. Und die Pflegekasse spielte schnell mit, sogar einen E-Rollstuhl gab es für Gabi Schwalenberg obendrauf.

Jetzt steht die Aluminiumrampe bereits einige Tage bereit für den Tatendrang der 55-Jährigen. „So richtig traue ich mich noch nicht“, sagt Schwalenberg. Aber allein die Möglichkeit zu haben, „da fällt mir eine riesige Last von den Schultern“ - und das dank der tatkräftigen Unterstützung des Generationenhilfevereins „Hand in Hand“. „Die Idee kam vom Verein“, sagt Schwalenberg. „Dass mir so schnell geholfen wird, damit habe ich überhaupt nicht gerechnet.“

Wolfgang Spiekermann ist ehrenamtlicher Wohnraumberater des Generationenhilfevereins. Seine Aufgabe: Unterstützung bei der Beratung, Planung und Antragstellung für eine barrierefreie Wohnung - egal ob für Senioren oder bewegungseingeschränkte Bürger. Dabei kann es sich um eine ebenerdige Dusche handeln, banale Dinge wie einen Haltegriff für Wege oder einen Treppenlift. Kontakt mit „Hand in Hand“ per Telefon unter 05128/4851.

js

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