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Müll im Betonwerk: Bürgerinitiative drängt auf schnelle Lösung

Equord Müll im Betonwerk: Bürgerinitiative drängt auf schnelle Lösung

Equord. Die Hallentore sind verriegelt, ein Bauzaun versperrt die Zufahrt: Die illegale Müllkippe im Equorder Betonwerk ist zumindest provisorisch abgesperrt - obwohl Fußgänger noch immer auf das Gelände gelangen.

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Zutritt verboten: Ein Bauzaun sperrt das Betonwerk provisorisch ab. In den Hallen lagern noch immer Unmengen an Müll.

Quelle: cb

„Wir haben Verkehrssicherungsmaßnahmen ergriffen“, bestätigte Kai Bernhardt von der Oberfinanzdirektion gestern der PAZ. Die Behörde verwaltet das Vermögen des Landes Niedersachsen und damit auch das ehemalige Betonwerk, das dem Staat gehört.

Rolf Bettels, Ordnungsamtsleiter in Hohenhameln, ist fürs erste zufrieden: „Als erste Maßnahme ist das besser als nichts“, meint er - und fragt sich doch, ob die bloße Absperrung auf lange Sicht ausreicht. Das Land sei in der Pflicht und müsse den Müll ordnungsgemäß entsorgen, sagt Bettels. So sieht das auch der Landkreis Peine, der das notfalls vor Gericht durchsetzen will.

Die Bürgerinitiative für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln will so lange nicht warten. „Die Bürgerinitiative drängt auf eine schnelle Lösung“ heißt es in einer Presseerklärung des Vorsitzenden Hartmut Braun und seiner Stellvertreterin Marianne Kauers-Theunert. Die illegale Müllkippe sei „ein Skandal“, Kreis und Land müssten endlich aufhören, „sich gegenseitig den Schwarzen Peter zuzuschieben. Statt eines möglicherweise langen und teuren Gerichtsverfahrens sollte eine gütliche Einigung getroffen werden.“

Die Bürgerinitiative kritisiert auch den Landkreis Peine: Als Aufsichtsbehörde habe er die Umweltgefahren unterschätzt, die von dem ehemaligen Fabrikgelände ausgehen. „Offenbar wurde jahrelang zugelassen, dass große Mengen Öl in den abbruchreifen Hallen austrat und Teile davon womöglich bereits versickert sind“, heißt es in der Erklärung. Zudem hätten Jugendliche das Altöl anzünden können - dann hätte „entgegen den Äußerungen aus der Landkreisverwaltung sehr wohl eine Gefahr für Leib und Leben bestanden“.

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Streit zwischen Land und Kreis

Autowracks, Bauschutt und Sperrmüll lagern im ehemaligen Betonwerk am Maschfeld in Equord. Ende Januar machten Anwohner die Öffentlichkeit darauf aufmerksam – seitdem streiten sich der Landkreis Peine und das Land Niedersachsen, wer den Müll entsorgen muss. Nach Meinung der Kreisverwaltung ist das Land zuständig: Ihm gehört das Grundstück, seit der vorherige Eigentümer hoch verschuldet gestorben war. Weil ein Nachlass-Insolvenzverfahren läuft, will das Land aber kein Geld in das Grundstück investieren. Der Kreis hat immerhin etliche Fässer mit Altöl entsorgen lassen, doch ein Großteil des Mülls lagert noch immer auf dem Gelände. Mit dem Fall befasst sich auch die Staatsanwaltschaft: Die Oberfinanzdirektion hat wegen des illegalen Mülls bereits im Oktober 2012 Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

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