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Monika Berkhan zieht für die Grünen in den Wahlkampf

Bründeln Monika Berkhan zieht für die Grünen in den Wahlkampf

Bründeln. Ihren Urlaub hat sie verschoben, im Job tritt sie kürzer, und auch die Enkel wird sie erst einmal seltener sehen: Für den Regierungswechsel nimmt Monika Berkhan aus Bründeln einiges in Kauf. Schwarz-Gelb muss weg, so lautet ihr Ziel bei der Bundestagswahl - und diesem Ziel will sie in den kommenden Monaten so viel Energie wie möglich widmen.

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Will für die Grünen in den Bundestag: Monika Berkhan aus Bründeln.

Quelle: sur

Seit Montagabend ist die 56-Jährige offiziell Direktkandidatin der Grünen für den Bundestag (PAZ berichtete). Auf der Landesliste hat sie Platz 17 – wenn ihre Partei bei der Bundestagswahl besser abschneidet als bei der jüngsten Landtagswahl in Niedersachsen, dann stehen die Chancen gar nicht so schlecht, dass sie ins Parlament einzieht.

Bis zur Wahl am 22. September will Berkhan durch den Wahlkreis Peine-Gifhorn ziehen, sich vorstellen und sich die Probleme vor Ort anhören. „Meine Familie unterstützt mich dabei voll“, sagt sie. „Das ist mir auch wichtig, sonst würde ich nicht antreten – ich bin ein Familienmensch.“ Trotzdem wird sie im Wahlkampf weniger Zeit für ihre drei Töchter und die vier Enkel haben – und für ihren Mann Hermann Berkhan. Eigentlich wollte das Ehepaar im November durch den Dschungel von Laos reisen – daraus wird jetzt nichts. „Wir haben die Reise verschoben und stattdessen unseren Urlaub kurz vor der Wahl genommen“, sagt sie. „Dann touren wir durch den Dschungel von Peine und Gifhorn.“

Politisch aktiv ist Berkhan seit ihrer Abiturzeit. Damals engagierte sie sich in der Gewerkschaft und der Frauenbewegung, für Frieden und gegen Atomkraft. „Ich bin ja technologisch geprägt“, sagt Berkhan, die eine Ausbildung zur Ingenieur-Assistentin gemacht und Informatik studiert hat. „Eine Technologie ist nicht beherrschbar, wenn ich nicht weiß, wie ich sie zu Ende bringe. Wir bauen Atomkraftwerke und wissen nicht, wohin mit dem Müll. Daran hat sich leider bis heute nichts geändert.“ Ein logischer Schritt, dass sie vor fast 30 Jahren zu den Grünen fand. In dem Haus in Bründeln, das sich die Berkhans bis heute mit der Familie eines Parteifreunds teilen, gründete sich 1984 der Hohenhamelner Ortsverband der Grünen. Auch Hermann Berkhan ist dort Mitglied, ebenso die gemeinsame Tochter Lisbeth Kunz. Sie und Monika Berkhan bilden zusammen die Grünen-Fraktion im Gemeinderat – Familienpolitik mal anders.

Als Direktkandidatin wird Berkhan im Wahlkampf viel im Rampenlicht stehen. Für die zurückhaltende Informatikerin, die als Projektleiterin in der IT-Branche arbeitet, ist das eine ziemliche Umstellung. Bisher war sie eher hinter den Kulissen aktiv – etwa als Kassiererin im Kreisvorstand. „Ich muss die Rolle wechseln, das stimmt“, sagt sie. „Aber ich freue mich darauf.“

Wenn der Wahlkampf gut läuft, kann sie sich bald im Bundestag für ihr Herzensthema einsetzen: Für einen besseren Umgang mit Migranten in Deutschland. „Dass man Asylbewerber schikanös wegsperrt, finde ich beschämend. Das ist nicht menschlich“, sagt Berkhan. „Wir haben nicht genug Fachkräfte, aber wir schaffen es auch nicht, eine vernünftige Einwanderungspolitik hinzukriegen. Das kann doch nicht sein!“

sur

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