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Mit Frauenpower zum Feuerwehr-Einsatz

Harber Mit Frauenpower zum Feuerwehr-Einsatz

Fast jeder fünfte Feuerwehrmann in Harber ist – eine Frau. Die kleine Ortswehr hat mit 18 Prozent den höchsten Frauenanteil in ganz Hohenhameln. Woran liegt das?

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Harbers junge Feuerwehrfrauen (von links): Annika Bertram (19), Jasmin Ebeling (25) und Christine von Wagner (18).

Quelle: cb

Harber . Wenn Annika Bertram von der Feuerwehr spricht, gerät sie ins Schwärmen: Die Gemeinschaft! Das Gefühl, etwas Sinnvolles für sein Dorf zu tun! Der Adrenalinschub, wenn die Sirene heult!

Die 19-Jährige ist eine von acht Frauen, die in der Feuerwehr Harber aktiv sind. Damit hat die kleine Ortswehr den höchsten Frauenanteil von allen Wehren in der Gemeinde Hohenhameln. Fragt man Ortsbrandmeister Dirk Schäfer, warum das so ist, dreht er den Spieß einfach um: „Warum nicht?“, meint er.

Trotzdem: In den meisten Feuerwehren dominieren noch immer die Männer. Etwa 390 aktive Feuerwehrleute gibt es in ganz Hohenhameln, darunter sind nur 22 Frauen. In der Gemeinde liegt der Frauenanteil damit bei etwas mehr als 5 Prozent, in Harber dagegen bei stolzen 18 Prozent.

„Harber hatte das Glück, dass dort viele Frauen sehr jung eingetreten sind – da gibt es einen Nachahmungseffekt“, sagt Gemeindebrandmeister Günther Becker. Den Anfang machte 2003 Jasmin Ebeling, die heute als Funkbeauftragte zum Ortskommando gehört. „Ich gebe zu: Ich war familiär vorbelastet“, sagt sie. „Mein Vater war damals Ortsbrandmeister.“ Doch ihr folgten weitere Frauen: Etwa Christine von Wagner, die vor zwei Jahren eintrat, mit 16. „Ich fand das schon immer cool, was die Damen gemacht haben“, sagt sie.

Zu einem Brandeinsatz musste von Wagner noch nicht, aber die sind ohnehin die Ausnahme  – dem Feuerwehr-Klischee zum Trotz. „In Harber hat seit 24 Jahren kein Wohnhaus mehr gebrannt“, sagt Schäfer. Stattdessen räumen die Feuerwehrleute Äste von der Straße, die der Wind abgerissen hat, oder pumpen Keller leer, wenn es mal wieder ein Hochwasser gab.

Den Ehrgeiz, im Einsatz unbedingt an vorderster Front stehen zu wollen, hat Annika Bertram nicht – „aber ich will im Notfall das Wissen haben, um helfen zu können“, sagt sie. „Und im Ernstfall ist es doch egal, ob ein Mann oder eine Frau löscht oder erste Hilfe leistet.“ Gemeindebrandmeister Becker sieht das ähnlich. „Wir sind froh über jede Frau, die eintritt“, sagt er. Denn der demografische Wandel lässt die Zahl der Feuerwehrleute sinken, und Frauen könnten den Schwund ausgleichen.

Auch Harbers Ortsbrandmeister Dirk Schäfer weiß: „Ohne die Frauen sähen wir ganz schön alt aus.“

sur

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