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Miniatur-Wunderwerke aus Pappe: Regionalmuseum Sehnde stellt 13 Modelle von Zuckerfabriken aus

Serie: Ausflugstipps Miniatur-Wunderwerke aus Pappe: Regionalmuseum Sehnde stellt 13 Modelle von Zuckerfabriken aus

Sehnde-Rethmar. So mancher mag sich wehmütig an den süßlichen Duft erinnern, der in Verbindung mit dicken Qualmwolken ab Herbst über Lehrte, Sehnde, Braunschweig und vielen anderen Orten in der Luft lag. Heute dampft es nur noch in Clauen, die meisten Zuckerfabriken sind inzwischen geschlossen. Aber die Verursacher des süßen Qualms gibt es jetzt im Miniformat im Regionalmuseum im Sehnder Stadtteil Rethmar zu sehen: Insgesamt 13 Zuckerfabriken hat der passionierte Modellbauer Nils Kehrel originalgetreu nachgebaut.

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Am Modell der Sehnder Zuckerfabrik hat Nils Kehrel zwei Jahre lang gebastelt.

Quelle: hui

Freilich kann er dazu nicht auf vorgefertigte Teile aus dem Modelleisenbahnbau zurückgreifen; vielmehr hat er ausgediente Keks- und Kakaopackungen aus Pappe in geduldiger Feinarbeit in Gebäude, Speicher, Förderbänder und sogar Trecker, Autos und Züge verwandelt.

Schon als Dreijähriger habe er zusammen mit seinem Opa an der Zuckerfabrik in Dinklar zugeschaut, wie die Rüben angeliefert, gewaschen und über Förderbänder transportiert wurden, berichtet Kehrel. Diese Besuche machten mächtig Eindruck auf den jungen Nils, so dass er mit zwölf Jahren sein erstes Pappmodell einer Zuckerfabrik bastelte.

Auch hier wird mit Qualm nicht gespart: Aus den Papp-Schornsteinen quillt - leider geruchlose - Watte.

Aber auch, wen heißer Zuckerdampf kalt lässt, der findet im Regionalmuseum interessante andere Exponate. So gibt es historische, teilweise handkolorierte Postkarten mit Motiven aus den umliegenden Dörfern ebenso zu bestaunen wie Gebrauchsgegenstände und medizinische Gerätschaften aus dem Wahrendorff-Klinikum. Über alledem wacht die Büste des Gründers Ferdinand Wahrendorff.

Auch das Große Freie, der mehrere Dörfer umfassende Verband freier Bauern mit eigener Gerichtsbarkeit, eigenen Fischerei-, Jagd- und Marktrechten wird mit Wappen, Fahne, Silbervogelkette und -Pokal in der ersten Etage des ehemaligen Pferdestalls repräsentiert. „Hier kann man sich in historischer Umgebung trauen lassen“, berichtet der Vorsitzende des Museumvereins, Erhard Niemann. Fünf Paare gaben sich im vergangenen Jahr das Ja-Wort. Aktuell liegen acht neue Anmeldungen vor, sagt Niemann nicht ohne Stolz.

Unter den weiteren Museumsgütern wie dem Einschar-Pflug von 1760 oder dem 150 Jahre alte Waffeleisen bereitet ihm eines ein wenig Kopfschmerzen: Ob in dem schaufelartigen Gerät mit Stiel und Schubdeckel einst Kaffeebohnen geröstet wurden oder ob es einen ganz anderen Zweck hat, konnte bislang nicht geklärt werden. Vielleicht weiß jemand von den Besuchern Rat?

hui

INFO

Im trauten Hof-Idyll

Wo: Das Regionalmuseum Sehnde ist Teil des Gebäudeensembles auf dem ehemaligen Rittergut Rethmar (Gutsstraße 15).

Wann: Geöffnet hat das Museum sonn- und feiertags von 14.30 bis 17.30 Uhr. Die Sonderausstellung „Zuckerfabriken“ ist noch bis Sonntag, 28. April, zu sehen.

Wer: Träger ist der Verein Regional-Museum Sehnde. Ansprechpartner ist Erhard Niemann, Telefonnummer 05138/9851 oder 0511/ 4303047.

hui

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