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Messerangriff auf Arzt: Verfahren eingestellt

Hohenhameln Messerangriff auf Arzt: Verfahren eingestellt

Hohenhameln. Vor dem Amtsgericht Peine musste sich ein 64-jähriger Hohenhamelner verantworten. Ihm wurde zur Last gelegt, dass er im September 2014 einen Arzt bei einem Hausbesuch mit einem Obstmesser angegriffen und verletzt hatte. Das Verfahren wurde mit der Zahlung eines Schmerzensgeldes in Höhe von 1000 Euro eingestellt.

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In Hohenhameln wurde ein Arzt bei einem Hausbesuch mit einem Obstmesser angegriffen.

Quelle: dpa

Als es im Herbst 2014 zu der Tat kam, war der Angeklagte als Schmerzpatient bereits seit geraumer Zeit in intensiver Behandlung des Facharztes. „Bei einem Hausbesuch hat dieser sich dann über meine Situation lustig gemacht und mich verhöhnt - wie auch zuvor schon öfter“, schilderte der Angeklagte die Situation aus seiner Sicht.

Darauf hin habe er zu dem Messer gegriffen und den Mediziner mit einem Stich in das Gesäß verletzt. Dabei entstand eine rund ein Zentimeter tiefe und breite Verletzung. Vor Gericht beteuerte der Angeklagte, dass er nicht „zustechen wollte, sondern lediglich etwas pieksen“.

Der Arzt, der vor Gericht nicht anwesend war, dessen Zeugenaussage aber vorgelesen wurde, sprach darin sogar von einem „versuchten Mord“. Insgesamt machten Opfer und Täter unterschiedliche Angaben zum Tathergang - eine mögliche Verhöhnung sprach der Arzt nicht an.

„Ich habe immer gedacht, dass der Arzt mir helfen könnte“, antwortete der Angeklagte auf die Frage des Richters, warum er denn seinen Arzt nicht gewechselt habe. „Aufgrund meiner Schmerzen war ich in einer psychischen Abhängigkeit, und ich habe auf Besserung meiner Beschwerden gehofft“, schilderte der Hohenhamelner.

Noch am Tag des Messerangriffs wurde der Angeklagte durch seinen Hausarzt aufgrund von Suizid-Gefährdung in eine psychatrische Einrichtung gebracht.

Sein Anwalt beantragte in seinem Abschlussplädoyer die Einstellung des Verfahrens gegen eine Zahlung eines Schmerzengeldes in Höhe von 1000 Euro an das Opfer. Nachdem die Staatsanwaltschaft ihre Bereitschaft zu diesem Antrag signalisiert hatte, sprach der Richter das entsprechende Urteil.

jaw

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