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Meisterhaftes Konzert der Minasyan-Schwestern

Soßmar Meisterhaftes Konzert der Minasyan-Schwestern

Soßmar. Ein Konzert der Spitzenklasse boten die beiden Musikerinnen Ruzanna und Karine Minasyan aus Armenien in Hummers Kultursalon in Soßmar. Leider konnten sie nur wenige Zuschauer überzeugen - den deren Zahl war überschaubar. Was sich aber den Anwesenden an hochklassigem Genuss bot, ist kaum in Worte zu fassen.

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Ruzanna und Karine Minasyan, Klavier und Sopran, beeindruckten in Hummers Kultursalon.

Quelle: rb

Die in Armenien studierte Sopranistin Karine - sie kam vor eineinhalb Jahren nach Hannover, wo ihre Schwester schon seit fünf Jahren an der Hochschule für Musik Klavier studierte - eröffnete das Konzert mit zwei Arien ihres Lieblingskomponisten Händel, dem „Endless pleasure, endless love“ aus dem Oratorium „Semele“, gefolgt von der Arie der Almira „Lascia ch’io plaga“ aus der Oper „Rinaldo“. Der glockenreine, bis in höchste Höhen gestaltungssichere Sopran füllte den Salon mühelos.

Bei den beiden Arien aus Mozarts „Cosi fan tutte“ und Carl Maria von Webers „Der Freischütz“ zeigte Karine auch ihr schauspielerisches Talent.

Ihre Schwester Ruzanna hatte sie bis dahin kongenial auf dem Flügel begleitet. Dann spielte sie die Partita Nr. 6 in e-Moll von Johann Sebastian Bach. Dieses 15-minütige Werk, das zu den schweren Stücken der Klavierliteratur zählt, meisterte sie bravourös. Ihre Interpretation war geprägt von einem tiefen Verständnis für die Musik Bachs. Glasklar perlten die Läufe.

Ihre überragende Virtuosität stand aber immer im Dienste des Gesamtwerks und erinnerte an die Bach-Einspielungen von Glenn Gould. Das Publikum war fasziniert wie sprachlos und wollte gar nicht in die Pause gehen.

Dieser Eindruck setzte sich nach der Pause fort. Karine sang zunächst Lieder von Hugo Wolf, Richard Strauß und Adeles Lied „Mein Herr Marquis“ aus der Operette „Die Fledermaus“ von Johann Strauß Sohn, welches sie entzückend interpretierte.

Ruzanna zeigte dann mit der Interpretation von Chopins Etüde op. 10 Nr. 1, der Sonate h-Moll von Haydn, der Etüde Nr. 7 von Debussy und dem abschließende Scherzo Nr. 4 von Chopin, dass sie eine unglaublich begabte Pianistin ist.

Ihre Liebeserklärung an den 140 Jahre alten Blüthner-Flügel, der sie zu dieser Leistung inspiriert habe, trug dazu bei, den Abend zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

sip

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