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Mehrumer wollen keine neuen Windparks

Hohenhameln-Mehrum Mehrumer wollen keine neuen Windparks

Mehrum . Windkraft ja, aber nicht in Mehrum: So lässt sich das Ergebnis einer Diskussionsveranstaltung zu dem Thema zusammenfassen.

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Energiewende vor Ort: In Mehrum stehen bereits etliche Windräder – unter anderem in unmittelbarer Nähe des Kohlekraftwerks. Gegen weitere Anlagen wehren sich die Bürger.

Quelle: dpa

Bis zum Jahr 2020 soll fast dreimal so viel Energie aus Wind erzeugt werden wie heute. Dafür braucht es mehr Platz: Der Zweckverband Großraum Braunschweig (ZGB) will deshalb die Vorrang-Gebiete für Windräder erweitern und dafür das sogenannte Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) ändern. Wie sich das auf Mehrum auswirkt, sollte eine Infoveranstaltung klären, zu der der Ortsrat auch ZGB-Chefplaner Jens Palandt eingeladen hatte.

Im voll besetzten Dorfgemeinschaftshaus erläuterte Palandt zunächst die Ausschlusskriterien für neue Windparks: Unter anderem muss der Abstand zu vorhandenen oder geplanten Siedlungsflächen 1000 Meter betragen, der Abstand zu einzelnen Wohnhäusern 500 Meter. Weitere Ausschlussflächen sind zum Beispiel Erholungsgebiete, Landschaftsschutzgebiete und Trinkwasserschutzzonen. Auch ein Landschaftsbildgutachten wird einbezogen, das laut Palandt noch in Arbeit ist.

In Mehrum wären laut aktueller Planung zwei neue Vorranggebiete möglich: Eines nördlich des Industriegebiets Ackerköpfe und eines im Süden Richtung Ohlum. Grundsätzlich sind die Bürger zwar für Windenergienutzung, stellte sich bei der Infoveranstaltung heraus - in Mehrum gebe es jedoch bereits jetzt so viele Windräder, dass weitere „nicht akzeptabel“ seien, hieß es. Bereits die vorhandenen Windräder sorgen für Ärger, besonders die neue Anlage am Kakenberg: Die Anwohner beklagten „unerträglichen Lärm“.

Für den Ortsrat Mehrum wird es zukünftig das Ziel sein, neue Windenergieanlagen im südlichen Bereich Mehrums zu vermeiden und bestehende Anlagen im Rahmen des Repowerings zu verlagern. Repowering bedeutet, dass alte Anlagen durch größere, leistungsfähigere ersetzt werden. Dadurch kann mit weniger Windrädern mehr Strom erzeugt werden. Bei den Bürgern würde dieses Konzept nicht auf Widerstand stoßen.

Palandt versicherte, die Suche nach Vorranggebieten werde mit Augenmaß, sozialverträglich und mit größter Transparenz erfolgen. Nur so sei es möglich, bei der Bevölkerung Akzeptanz zu erreichen.

Das Verfahren zur Änderung des RROP ist voraussichtlich Anfang 2014 abgeschlossen. Weitere Infos dazu gibt es unter http://maps.zgb.de/windpot im Internet.  

sur

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