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Mehrumer Biogas soll Erdgas ersetzen

Mehrum Mehrumer Biogas soll Erdgas ersetzen

Großbaustelle zwischen Mehrum und Hämelerwald: Die Biogas-Anlage der Firma Schmack wächst, der Bau geht zügig voran. In einem Jahr soll das erste Gas in die Leitung eingespeist werden.

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Die riesige Biogas-Anlage der Firma Schmack wächst an der Landstraße zwischen Mehrum und Hämelerwald in die Höhe.

Quelle: cb

Mehrum. „Unser Biogas hat dann dieselbe Qualität wie das Gas von Herrn Putin aus Russland“, sagte Frank Stumpf von der Firma Schmack bei einer Info-Veranstaltung am Dienstagabend. Von Erdgas sei es nicht mehr zu unterscheiden – doch dafür muss es erst gründlich gereinigt werden. Denn russisches Erdgas besteht zu 98 Prozent aus energiereichem Methan, Biogas dagegen nur zu etwa 60 Prozent. Daneben enthält es viel nutzloses Kohlendioxid, Wasserdampf, Schwefel und Stickstoff.

Das Biogas, das in Mehrum erzeugt wird, wird deshalb durch sogenannte Gasaufbereiter geleitet. Sie sehen aus wie Baucontainer und enthalten Aktivkohlefilter, die unter hohem Druck das Kohlendioxid herausfiltern. „Das Kohlendioxid verschwindet in den Poren des Filters, das Methan aber nicht, weil dessen Moleküle zu groß sind“, erklärt Stumpf. Zudem werde das Gas entfeuchtet und der Schwefelwasserstoff werde herausgefiltert.

Abgesehen von ihren gigantischen Ausmaßen ist das Besondere an der Mehrumer Biogas-Anlage, dass dort kein Strom erzeugt wird, wie etwa in Harber. Stattdessen wird das Biogas direkt in die Leitung eingespeist, durch die auch Erdgas fließt. Wenn die Anlage auf voller Leistung läuft, erzeugt sie pro Jahr rund 70 Millionen Kilowattstunden Energie. Laut Leonhard Scheuerecker von der Firma Schmack ließen sich damit sieben Millionen Liter Heizöl ersetzen oder 6300 Haushalte mit Strom versorgen – mehr als genug Energie  für die gesamte Gemeinde Hohenhameln.

Deshalb braucht die riesige Anlage auch viel Futter, nämlich etwa 55 000 Tonnen Rohstoffe pro Jahr, vor allem Mais, Rüben und Getreide. Um das alles anzubauen, sind etwa 1100 Hektar Ackerland nötig.

Den immensen Bedarf kann die Firma Schmack noch nicht decken – deshalb sucht sie noch Landwirte, die Rohstoffe liefern. Ab Mai will Schmack die Anlage mit Rohstoffen füllen – obwohl der Bau dann noch nicht ganz abgeschlossen sein wird. Etwa 150 Tage dauert es, bis die Biomasse komplett vergoren ist. Ende 2012 will Schmack das erste Gas in die Leitung einspeisen.

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