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Mehrum: Biogasanlage wurde offiziell eröffnet

Hohenhameln Mehrum: Biogasanlage wurde offiziell eröffnet

Mehrum. In Betrieb ist sie schon etwas länger - die offizielle Eröffnungsfeier der Mehrumer Biogasanlage fand jedoch erst am vergangenen Sonnabend statt. Zahlreiche Besucher waren dazu in das Gewerbegebiet Ackerköpfe gekommen, um sich selbst ein Bild von der Anlage zu machen.

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Waren bei der offiziellen Eröffnung der Biogasanlage mit dabei (von links): Jens Reimann (Agricapital), die CDU-Bundestagskandidatin Ingrid Pahlmann, Martin Stumpf (Agricapital), Hohenhamelns Bürgermeister Lutz Erwig, Wolfgang Gemba (Landkreis Peine), Gerd Höher (Landwirtschaftsministerium), Reinhard Schultz (Biogasrat Plus).

Quelle: im

Zwischen 11 und 17 Uhr gab es unter anderem diverse Führungen, eine Fahrzeugschau mit Erntemaschinen sowie für die jüngsten Gäste ein spannendes Unterhaltungsprogramm. Betreiber der Anlage ist die Agricapital-Gruppe, die mit derzeit 91 Biogasstandorten als größte Energieerzeugerin auf Biogasbasis in Deutschland gilt. Die Anlage in Mehrum ist eine von bislang rund 100 Anlagen in Deutschland, die das produzierte Biogas vor Ort nicht ausschließlich verstromen, sondern es zu Biomethan aufbereiten und in das lokale Erdgasnetz einspeisen.

Fast 60 ortsansässige Landwirte und Genossenschaften beliefern die von der Schmack Biogas GmbH errichtete Biogasanlage mit nachwachsenden Rohstoffen. Der Anteil der eingesetzten Maissilage liegt bei dieser Anlage übrigens unter 60 Prozent. Landwirtschaftliche Reststoffe wie Zuckerrübenschnitzel, Ganzpflanzensilage und Grassilage machen der Rest aus - inklusive fünf Prozent Hühnertrockenkot aus verschiedenen Hähnchenmastbetrieben. „Strategisches Ziel ist es, den Maisanteil bei der Biogaserzeugung in unserem Portfolio deutlich zu reduzieren. Deshalb setzen wir vermehrt auf alternative Rohstoffe“, erklärt Otto Eichhorn, Geschäftsführer Agricapital-Gruppe. „Die Forderung, Bioenergie zunehmend aus Rest- und Abfallstoffen zu erzeugen, ist daher bereits tägliches Geschäft für uns.“

In den insgesamt vier Gärbehältern wird zunächst Biogas erzeugt und anschließend zu Biomethan veredelt. Dieses wird dann in Zusammenarbeit mit dem Energieversorger Eon in das Erdgasnetz vor Ort eingespeist - mit einer Anlagenleistung von ca. 3,4 Megawatt etwa 650 Normkubikmeter pro Stunde. Bei einer jährlichen Einspeisekapazität von 50 Millionen Kilowattstunden können so etwa 2500 Haushalte mit Heizenergie versorgt werden.

rd

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