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Manager aus Russland besuchten die Zuckerfabrik

Clauen Manager aus Russland besuchten die Zuckerfabrik

Clauen. Am Klischee von der "deutschen Gründlichkeit" ist etwas dran: Das konnten Manager aus Russland, Weißrussland und Kasachstan gestern bei einem Seminar in der Zuckerfabrik Clauen erleben. Dort ist alles bis ins Detail durchgeplant.

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Erich Strelau (3.v.r.) führte die Osteuropäer gestern in der Zuckerfabrik herum – mit Hilfe eines Dolmetschers (Mitte, vorn).

Quelle: cb

Aus Rüben wird Zucker - klingt einfach, aber dahinter steckt viel Hightech und Organisation. Das beginnt schon bei der Anlieferung: Die Landwirte bekommen eine Art Stundenplan, in dem genau geregelt ist, wer an welchem Tag wie viele Rüben liefern darf. „Sonst würden ja alle gleichzeitig kommen“, erklärte Zuckerfabrik-Mitarbeiter Erich Strelau gestern den Besuchern aus Osteuropa.

Streng sind die Fabrikmitarbeiter auch bei der Qualitätskontrolle. Denn bezahlt werden die Landwirte nur für das wertvollste an ihren Rüben: den Zucker. Von jeder einzelnen Lieferung wird deshalb eine Probe genommen und im Labor untersucht: Wie hoch ist der Zuckergehalt? Wie viel wertloses Blattgrün und Erde hängt noch an den Früchten? „Dabei werden die Rüben genau 25 Sekunden lang gewaschen, damit alle Landwirte gleich behandelt werden“, so Strelau.

Seine Gäste - allesamt Führungskräfte aus Russland, Weißrussland und Kasachstan - belegen diese Woche ein Seminar bei der Deutschen Management-Akademie in Celle. Um die westliche Unternehmenskultur kennenzulernen, schauen sich die Osteuropäer auch etliche deutsche Firmen an, die international aufgestellt sind - gestern die Zuckerfabrik, heute das Kraftwerk Mehrum. Große Unterschiede zwischen EU und Russland gebe es etwa bei den Sicherheits- und Umweltbestimmungen, sagt Inge Mönckmeier, die als Tutorin für die Management-Akademie arbeitet: „Gerade für Lebensmittelbetriebe sind die Auflagen in der EU viel strenger. Das kann man überhaupt nicht vergleichen.“

Ziel der Akademie ist es, die Manager aus Osteuropa so fit zu machen, dass ihre Firmen auf dem Weltmarkt bestehen können - schließlich ist Russland vor wenigen Wochen der Welthandelsorganisation WTO beigetreten. Von deutschen Betrieben können die Seminarteilnehmer einerseits lernen, wie sich Arbeit effizienter organisieren lässt, „andererseits knüpfen sie Kontakte zu Unternehmen, die dann vielleicht in Russland oder Kasachstan investieren“, sagt Mönckmeier.

sur

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