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Märchenburgen, Plastikritter und Piraten

Wehmingen Märchenburgen, Plastikritter und Piraten

Wehmingen. Zurzeit kann man im Hannoverschen Straßenbahn-Museum in Wehmingen noch mehr leuchtende Augen sehen, als es für gewöhnlich wegen der vielen alten Trams der Fall ist. Grund dafür ist die große Playmobil-Ausstellung, die im alten Kesselhaus auf dem Vereinsgelände zu besichtigen ist.

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Auf vier großen Platten sind im Museum Playmobil-Szenen zu sehen.

Quelle: Michael Schütz

Auf vier Platten, je 30 Quadratmeter groß, sind unzählige Figuren, Fahrzeuge und ganze Szenen des fränkischen Spielzeugherstellers zu sehen. Wie viele Einzelstücke es sind, weiß auch Initiator Dietmar Heinz nicht. „Vor ein paar Jahren habe ich mal Inventur gemacht“, meint der Hannoveraner. Da seien es 450 verschiedene Playmobil-Sets gewesen. „Heute ist das mehr“, sagt Heinz.

Im Jahr 1978 hatte der heute 44-Jährige seine ersten Modelle bekommen - ein Polizeiwagen und eine Feuerwehr. „Damit habe ich erst mal den Adventskranz gelöscht“, erinnert er sich. Die Leidenschaft habe ihn, bis auf wenige Jahre als Teenager, nie losgelassen.

Die Fantasie ist ihm dabei nicht abhanden gekommen, wie man in Wehmingen sieht. Wer genau hinschaut, kann sehen, wie der Osterhase mit dem Weihnachtsmann im Liegestuhl liegt oder wie der Detektiv Sherlock Holmes im Beisein von Gevatter Tod ein Skelett untersucht. Auch Captain Jack Sparrow schaut vorbei.

Die Fantasie treibt auch Lukas Bollähne an. Der Zehnjährige spielt zu Hause in Bad Salzdetfurth leidenschaftlich gern mit Playmobil und baut sich, was es nicht mehr gibt, dazu: „Ein Autobahnschild habe ich aus Strohhalmen gebaut.“ Die Leidenschaft muss von Papa Christian auf den Filius übergegangen sein: „Lukas hat meine Figuren von früher bekommen.“

Favoriten hatten auch Johan und Ada. „Ich mag die Züge“, befand der zehnjährige Berliner, der mit seiner siebenjährigen Schwester die Ferien bei den Großeltern in Schillerslage verbringt.

Ada dagegen hatte es eher das Puppenhaus angetan. „Ich finde aber alles sehr witzig“, befand sie. Wenn sie bei Oma Elke und Opa Edwin Schill zu Gast sind, können sie auch immer mit den alten Playmobil-Figuren von Mama spielen.

rd

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