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Logistikzentrum für 15 Millionen Euro umgebaut

Sievershausen Logistikzentrum für 15 Millionen Euro umgebaut

Sievershausen. Der Lebensmittelkonzern Rewe hat sein Zentrallager zwischen Hämelerwald und Sievershausen saniert: 15 Millionen Euro investierte die Gruppe in neue Lager- und Kältetechnik. Auch die Fassade ist neu.

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Eröffneten gestern das umgebaute Rewe-Logistikzentrum (von links): Architekt Markus Linnenberg, Lehrtes Bürgermeister Klaus Sidortschuk und Peter Maly, Rewe-Regionalleiter Nord.

Quelle: im

Ein Jahr lang haben die Bauarbeiten am 30 Jahre alten Lager gedauert, der Betrieb lief währenddessen weiter. Gestern präsentierte Rewe das Ergebnis: Zu den wichtigsten Neuerungen zählen ein Frischfleischlager sowie modernisierte Rampen und Tore. Zudem erneuerte Rewe die Kälte- und die Lüftungsanlage, sanierte Dach und Fassade und strukturierte das Warenlager neu.

Zum einen sollen die Logistiker beim Beladen der Lastwagen Zeit sparen, indem sie kürzere Wege zurücklegen. Zum anderen soll etwa 15 bis 20 Prozent Energie gespart werden - etwa durch bessere Dämmung, effizientere Kühltechnik und Heizungssanierung.

Erneuert wurde auch die Fassade der riesigen Halle. Sie prägt das Ortsbild - mit ihrem grellen Rot-Orange mit grünen Fensterrahmen aber bisher nicht zum Vorteil des Dorfes, wie viele Sievershäuser meinten. Nun ist der Großteil der Fassade hellgrau und anthrazit und wirkt bedeutend dezenter. Immerhin nimmt die Halle 55000 Quadratmeter ein, das entspricht etwa acht Fußballfeldern. Der Gebäudekomplex ist zwischen zwölf und 16,5 Meter hoch.

Freundlicher gestaltet wurde auch der Verwaltungstrakt: „Zuvor waren dort das einzig Freundliche die Empfangsdamen“, sagte Architekt Markus Linnenberg. Nun sei der Empfangsbereich einladender.

Das Logistikzentrum ist einer der größten Arbeitgeber der Region: Laut Rewe sind dort 900 Beschäftigte tätig, darunter etliche aus dem Kreis Peine.

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Lagertechnik wurde runderneuert: Ein Blick hinter die Kulissen im neuen Rewe-Logistikzentrum

Sievershausen. Eine Viertelmillion Artikel verlassen jeden Tag das Rewe-Logistikzentrum in Sievershausen. Von hier aus werden 300 Filialen beliefert – von Helmstedt über Bielefeld bis Osnabrück.

Dass die richtige Menge Nudeln, Ketchup oder Schokolade in den Läden ankommt – dafür sind die Kommissionierer im Lager verantwortlich. Ab morgens halb sieben rasen sie mit ihren Elektroautos, den Kommissionier-Maschinen, durch die Gänge und suchen die Produkte zusammen, die beispielsweise der Rewe-Markt in Hohenhameln bestellt hat.

Im Schnitt besteht eine einzige Bestellung aus 1200 Packstücken, sagt Rewe-Bereichsleiter Manfred Ahrens-Uffel. Würde das ein einziger Arbeiter allein zusammensuchen, er bräuchte etwa sechs Stunden. Deshalb arbeiten die Kommissionierer im Team, und jeder ist für einen Teil der Bestellung verantwortlich. So steht der Auftrag nach etwa einer Stunde am Tor und kann auf einen der 95 Lastwagen verladen werden, die zum Fuhrpark des Logistikzentrums gehören.

In den fast zehn Meter hohen Regalen müssen die Lagerarbeiter nach einer bestimmten Tütensuppe nicht lange suchen: Die gesamte Logistik läuft computergesteuert. Jeder Artikel hat einen festen Platz, jede Euro-Palette trägt eine Nummer. „Das Computersystem weiß, in welchem Regal welche Palette lagert“, sagt Ahrens-Uffel. Es kennt auch das Mindeshaltbarkeitsdatum von jedem Milchkarton – und sorgt dafür, dass zuerst jene ausgeliefert werden, die sich nicht mehr so lange lagern lassen.

Mit dem Umbau des Logistikzentrums wurde auch die Technik runderneuert: „Bis vor kurzem haben die Kommissionierer noch Rollcontainer durch die Gänge geschoben und hatten einen Lieferschein aus Papier in der Hand“, sagt Ahrens-Uffel. Heute gibt es die Elektroautos mit einem Bildschirm am Lenker, der anzeigt, welche Waren eingepackt werden müssen und in welchem Regal sie liegen. Über Headsets können die Arbeiter sogar mit der Maschine sprechen: Eine Compusterstimme liest die Packliste vor – und per Sprachsteuerung lässt sich alles „abhaken“, was bereits erledigt ist.

Trotzdem braucht der Job viel Konzentration – und er ist körperlich anstrengend. Im Tiefkühllager etwa, zwischen Eiscreme und Spinat, herrschen ständig minus 24 Grad Celsius. Kalt wird den Mitarbeitern dort aber nicht, sagt Ahrens-Uffel: „Die Jungs packen pro Stunde 360 Produkte, das sind sechs Stück pro Minute. Die frieren nicht!“

sur

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