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Lkw und Elektrogeräte weg: 100.000 Euro Schaden

Polizei nahm drei Verdächtige fest Lkw und Elektrogeräte weg: 100.000 Euro Schaden

Ein ungewöhnlicher Diebstahl ereignete sich am vergangenen Wochenende in Hohenhameln: Täter brachen ins Firmengebäude des Fliesenverlegungsbetriebs Braatz an der Ziegeleistraße ein. Sie entwendeten zahlreiche Elektrogeräte - und zwar mit einem ebenfalls gestohlenen Firmen-Lkw. Gestern Abend nahm die Polizei bereits drei verdächtioge Männer fest.

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Senior-Chef Willi Braatz an dem Fenster, durch das die Einbrecher ins Gebäude kamen.

Quelle: dn

Hohenhameln. „Die Tat ereignete sich vermutlich während der Nacht von Sonntag auf Montag“, sagt Junior-Chef Dennis Braatz. Die Täter hebelten ein Fenster des Handwerksbetriebs auf, durch das sie in das Gebäude eindrangen. Vorher hatten sie es erfolglos an einer Stahltür versucht.

„Sie holten alle Schlüssel aus dem Schlüsselkasten und suchten nach dem passenden Exemplar für einen unserer Lastwagen“, schildert Dennis Braatz. Den 3,5-Tonner der Marke Iveco luden die Einbrecher mit rund 80 hochwertigen Elektrogeräten und den zugehörigen Ladegeräten voll, darunter Fliesenschneider, Schleifmaschinen und Akkuschrauber. „Sie haben wirklich alles mitgenommen, was nicht niet- und nagelfest war“, so Dennis Braatz.

Senior-Chef Willi Braatz ergänzt: „In der Halle standen zwei Lkw. Den größeren von beiden haben die Einbrecher umgeparkt, damit sie problemlos mit dem kleineren aus der Halle fahren konnten.“ Mit dem voll beladenen Fahrzeug fuhren die Täter davon, dafür mussten sie nur im Inneren der Halle das elektrische Tor öffnen. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 100.000 Euro.

Der gestohlene Lastwagen wurde inzwischen in einem Waldstück bei Hildesheim aufgefunden. „Die Elektrogeräte waren natürlich nicht mehr darin, außerdem haben die Täter diverse Teile des Lastwagens ausgebaut und mitgenommen“, erklärt Willi Braatz.

Nach Einbruch in Hohenhameln: Polizei nahm Einbrecherbande fest

Der Diebstahl in in Hohenhameln scheint bereits geklärt zu sein. Seit September ermittelt die Zentrale Kriminalinspektion (ZKI) Göttingen gegen eine Gruppe von Männern, die unter Verdacht steht, in Hildesheim und Umgebung bandenmäßig schwere Einbruchsdiebstähle begangen zu haben – auch in die Hohenhamelner Firma Braatz. Das Verfahren wird zusammen mit der Staatsanwaltschaft Hildesheim geführt.
Nach wochenlangen Ermittlungen klickten gestern Abend die Handschellen bei drei der ermittelten Beschuldigten. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurden mehrere Wohnungen und eine Garage in Hildesheim, Groß Schwülper und Braunschweig durchsucht. In den Hildesheimer Wohnungen nahmen Polizisten die drei Beschuldigten im Alter von 22, 40 und 46 Jahren vorläufig fest. Zwei der Festgenommenen sind in Hildesheim gemeldet, eine Person ist ohne festen Wohnsitz, hält sich aber in Hildesheim auf.
Der Einbrecherbande werden bislang insgesamt zwölf schwere bandenmäßige Diebstähle vorgeworfen. Die ermittelten Tatorte liegen im Landkreis Hildesheim, im Bereich Peine und Salzgitter. Laut Polizei ist die Bande seit mindestens Januar 2016 aktiv.
Bei den Diebstählen in Geschäfte, Vereinsheime und Kleingartenanlagen sind neben einem Lkw unter anderem Luftdruckgewehre, Hochdruckreiniger, Werkzeuge, Fahrräder, Kraftstoff und ein Motorrad entwendet worden. Die Beschuldigten sind dringend verdächtig, allein am letzten Wochenende Einbruchsdiebstähle in einen Reitstall in Hüddessum (Hildesheim) und in die Hohenhamelner Firma begangen zu haben. Dabei wurden Reitsättel im Wert von 10 000 Euro sowie ein Kleinlaster und Werkzeuge im Gesamtwert von 100 000 Euro gestohlen. Den leergeräumten Lkw fand man später in einem Waldstück im östlichen Landkreis Hildesheim. Der Gesamtschaden aller Taten beläuft sich auf etwa 150 000 Euro.
Die Polizei geht davon aus, dass die Beschuldigten noch weitere schwere Einbruchsdiebstähle begangen haben. Die drei Männer wurden gestern dem Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Hildesheim vorgeführt. Dieser erließ gegen alle drei Beschuldigten Untersuchungshaftbefehle.

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