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Leidenschaft für Alte Meister selbst entwickelt

Equord Leidenschaft für Alte Meister selbst entwickelt

Als 14-Jähriger malte er mit Buntstiften ein Bild aus einem Katalog ab: „Betende Hände“ von Albrecht Dürer heißt das Werk, das gut gelang. 24 Jahre ist das her, seitdem hat Markus Helbing aus Equord sein Können immer weiter vervollkommnet und zeigt am Sonntag Reproduktionen weltberühmter Meister im Kleinen Petersdom.

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Markus Helbing aus Equord stellt ab Sonntag seine Reproduktionen im Kleinen Petersdom aus: Hier zeigt er das PopArt-Werk „Ike Turner, die Brille“ von Bernard Rancillac aus dem Jahre 1973.

Quelle: im

Hohenhameln-Equord . „Die Brücke von Langlois bei Arles mit Dame mit Regenschirm“: Wohl jeder kennt dieses Bild des bedeutenden Künstlers Vincent van Gogh von 1888. Markus Helbing aus Equord hat es kopiert – nein, nicht kopiert, vielmehr reproduziert, da legt der 38-Jährige gelernte Lebensmitteltechniker Wert drauf: „Kopieren hört sich an wie „Malen nach Zahlen“, aber das mache ich eben nicht.“

Geboren in Hannover, ist Helbing in den 70er-Jahren nach Equord gezogen. „Ich habe die Alten Meister für mich studiert, mir immer mehr Bücher gekauft und mich begeistert“, erzählt er im Kleinen Peterdom, wo er am Sonntag, 27. September, ab 11 Uhr nach dem Gottesdienst zehn seiner Werke ausstellt. Im Selbststudium hat sich Helbing das Malen beigebracht, seine Reproduktionen in Acryl- und Ölfarben verblüffen durch ihre Exaktheit. „Ich bin Perfektionist, alles soll so detailgetreu getroffen werden, wie es der Künstler vorgegeben hat“, sagt er. „Ich verfremde nicht und bringe auch keine eigenen Anstöße mit ein – es soll eben so aussehen, wie es einmal gemalt worden ist.“

Als er in jungen Jahren ein Buch über den Impressionismus geschenkt bekam, war er „hin und weg von den Kompositionen der Bilder, von den leuchtenden Farben, von allem“. Er malte die Werke nach, was nicht einfach ist: „Der Künstler hatte seine Farben, die Fotografien geben sie nie ganz genau wieder“, hat er festgestellt. Welche Farbmischung? Wie viele Pinselstriche übereinander? Keine leichte Aufgabe, das zu reproduzieren. Aber Helbing lässt sich nicht entmutigen: Er fertigt Fotokopien an, schneidet mit dem Skalpell eine Schablone aus, überträgt die wenigen vorgegebenen Striche auf die Leinwand und vervollkommnet das Bild im Stile des Originals.

Kopieren darf er, fälschen nicht: „Ein Bild von mir darf nicht die Signatur des Originals haben, auch das Format muss ein anderes sein“, sagt er und zeigt eine Pop-Art-Arbeit von Rancillac, die „Ike Turner, die Brille“ heißt und den optisch verfremdeten Ex-Ehemann von Tina Turner im Porträt zeigt.

Über Pastor Werner Bähr bekam Helbing die Gelegenheit, im Kleinen Petersdom auszustellen. „Pastor Bähr liebt van Gogh“, sagt Helbing, „so konnte ich ihn für meine Idee gewinnen.“ Eigene Werke hat der 38-Jährige in einer Mappe, zur Ausstellung gehören sie nicht. „Ich habe feste Mal-Zeiten“, sagt er, „immer abends ein paar Stunden, da bin ich schon streng.“ Er siedelt seine Bilder zwischen Fotorealismus und Aqarellzeichnungen an und arbeitet mit vielen optischen Effekten.

Ausstellungszeiten im Kleinen Petersdom in Equord: Sonntag, 27. September, ab 11 Uhr sowie 15 bis 18 Uhr; Montag, 28. September, bis Mittwoch, 30. September, jeweils 17 bis 20 Uhr.

de

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