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Kreiselternrat kritisiert Planung des Landkreises

IGS in Hohenhameln Kreiselternrat kritisiert Planung des Landkreises

Der Peiner Kreistag hat mehrheitlich beschlossen, bei der Landesschulbehörde die Einrichtung einer IGS in Hohenhameln zu beantragen, sollte eine vorige Elternbefragung positiv ausfallen (PAZ berichtete). Dies sei allerdings der falsche Weg, findet der Kreiselternrat, der jetzt Kritik übt.

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Das Schulzentrum in Hohenhameln soll zur Integrierten Gesamtschule werden.
 

Quelle: Archiv

Hohenhameln.  
 „Wer die Sitzung des Kreistages am Mittwoch aufmerksam mitverfolgt hat, musste den Eindruck gewinnen, dass den Abgeordneten die ganze Dramatik der zurückgehenden Schülerzahlen im Landkreis nicht wirklich bewusst ist“, kritisiert Roland Mainka, Vertreter des Kreiselternrates im Ausschuss für Bildung, Kultur und Sport des Landkreises Peine. Das Gutachten zur Schulentwicklungsplanung von 2014 beschreibe diesen Rückgang mit „alarmierenden Daten“: Zwischen 2007 und 2020 würde die Zahl der Schüler in den 5. Jahrgangsstufen im Landkreis von 1500 auf 1000 Schüler pro Jahr zurückgehen.

„Geht man davon aus, dass Gymnasien und Integrierte Gesamtschulen ihre Schülerzahlen halten, dann stehen ab 2021 jeder Haupt-, Real- und Oberschule pro Jahrgang nur noch 16 Schüler zur Verfügung“, so Mainka. Dies bedeute, dass in im Laufe der Jahre mehrere Schulstandorte geschlossen werden müssten, so der Elternratsvertreter.

„Die Einrichtung einer nicht überlebensfähigen dreizügigen Mini-IGS ist eine Katastrophe für das gesamte Schulsystem, denn diese nehmen den etablierten IGSen in Vöhrum und Lengede die Schüler weg“, sagt Mainka. Ideal sei bei einer IGS eine Sechszügigkeit. „Dreizügige Gesamtschulen können auch keine gymnasiale Oberstufe anbieten“, betont Mainka. Seine Vermutung ist, dass stattdessen die Gymnasien in Zukunft mehr Zulauf bekommen.

Mainka hofft, dass die kommende Elternbefragung negativ ausfällt und somit die Einrichtung einer IGS in Hohenhameln verhindert wird. Gleichzeitig betont er: „An einer Schließung des Schulstandortes Hohenhameln hat niemand Interesse und auch die Einrichtung einer weiteren IGS im Landkreis wird von keiner Seite grundsätzlich ausgeschlossen. Aber all dies muss im Rahmen eines Gesamtkonzeptes erfolgen, dass alle Schulstandorte im Landkreis berücksichtigt.“

Entsprechende Problemlösungen sind seiner Meinung nach möglich: Eine wäre die Aufhebung der Einzugsbezirke und einen „gesunden Wettbewerb unter den Schulen“. Eine weitere Möglichkeit sei die Einrichtung von „Sekundarschulen“, in denen die Schüler von Klasse 1 bis 7 ortsnah und integriert beschult werden. „Andere Lösungen sind durchaus denkbar. Politik und Betroffene müssten sich an einen Tisch setzen und offen darüber reden“, so Mainka.
 

Von Dennis Nobbe

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