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Kraftwerks-Betriebsrat zu Gast im Landtag

Mehrum Kraftwerks-Betriebsrat zu Gast im Landtag

Mehrum. Um den Erhalt der Jobs im Kraftwerk Mehrum, das im Zuge der Energiewende in Schieflage geraten ist, kämpft weiterhin der Betriebsrat um den Vorsitzenden Rainer Rettberg-Berkowsky.

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Die Gruppe aus Mehrum beim Besuch im Landtag in Hannover.

Quelle: oh

Gestern nun folgten Betriebsrat und Wirtschaftausschuss einer Einladung von Dr. Stefan Birkner (FDP) in den Niedersächsischen Landtag nach Hannover - auch diese war eine Auswirkung des „Offenen Mitarbeiterbriefes“, in dem die Belegschaft im Juli 2014 die Problematik öffentlich machte (siehe Info).

„Anke Krüger aus Vöhrum führte uns als Mitarbeiterin der Pressestelle im Landtag kompetent und informierend durch den Landtag, der zur Zeit eine Baustelle ist“, sagt Betriebsratsvorsitzender Rainer Rettberg-Berkowsky. Begleitet wurde die Gruppe dabei sogar von einem Fernsehteam des NDR. Nach etwa zweieinhalb Stunden stießen die Landtagsabgeordneten Dr. Stefan Birkner, Matthias Möhle und Horst Schiesgeries zu der Besuchergruppe aus Mehrum.

Schnell ergab sich eine interessante Diskussion zwischen Besuchern und Abgeordneten. „Übereinstimmend sahen alle Beteiligten enormen Handlungsbedarf der Bundesregierung zur Nachbesserung in der Energiewende“, sagt Rettberg-Berkowsky. „Damit konventionelle Stromerzeuger, die ihren wichtigen Teil an der zu gelingenden Energiewende beitragen, diesen erfüllen können, müssen sie wieder in die Gewinnzone gebracht werden. Der Kapazitätsmarkt wäre eine Lösung.“

Der Besuch im Landtag ist Teil einer ganzen Reihe von politischen Gesprächen, die der „Offene Mitarbeiterbrief“ ausgelöst hatte (PAZ berichtete mehrfach). Erst am 15. Januar nahm der niedersächsische Wirtschaftsminister, Olaf Lies, an einer Betriebsversammlung teil und suchte den Dialog mit den Beschäftigten. Betriebsratsvorsitzender Rettberg-Berkowsky wurde zudem vergangene Woche zu einem Gespräch mit dem Betriebsratsvorsitzenden des Kraftwerks Wilhelmshaven, Harald Seegatz, dem Eon-Gesamtbetriebsratsvorsitzenden, Eberhard Schomburg, und dem Verdi-Gewerkschaftssekretär Detlef Ahting zu einer Gesprächsrunde in das Niedersächsische Wirtschaftsministerium eingeladen. Thema war die Situation konventioneller Energieerzeugung aus Arbeitnehmersicht.

mu

INFO

Der "Offene Mitarbeiterbrief":

In einem „Offenen Mitarbeiterbrief“ hatte sich der Betriebsrat des Kraftwerks Mehrum im Juli vergangenen Jahres an die Öffentlichkeit gewandt und von der Politik Unterstützung eingefordert. Er ging an 253 Personen, von der Bundeskanzlerin bis zum Ortsbürgermeister. Die rund 130 Mitarbeiter bangen um ihre Jobs, da Kohlekraftwerke wie in Mehrum in der Debatte um die Energiewende als Klimakiller Nummer eins gelten. In dem Brief setzt sich die Belegschaft mit dem Betriebsrats-Vorsitzenden Rainer Rettberg-Berkowsky an der Spitze unter anderem dafür ein, den Respekt vor den „betroffenen Menschen“ vor Ort nicht zu verlieren.

Außerdem gehen sie mit der Umweltpolitik hart ins Gericht: „Beim Thema Energiewende geht es immer weniger um Sachargumente, sondern darum, politische Interessen und Ideologien durchzusetzen“, heißt es unter anderem in dem Schriftstück.

mu

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