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Kraftwerk: „Offenen Brief war ein Erfolg“

Mehrum Kraftwerk: „Offenen Brief war ein Erfolg“

Mehrum. Ende Juli versandte das Kraftwerk Mehrum einen offenen Brief, in dem die Belegschaft ihre Sorge um die Zukunft des Kraftwerkes bangte. 130 Beschäftigte bangen darum, wegen der Energiewende ihre Arbeitsplätze zu verlieren. Das Schreiben ging an Politiker aller Parteien, vom Ortsbürgermeister bis zu Bundesminister und Kanzlerin, an Energieversorger, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbände. Die überregionale Resonanz blieb überschaubar. Dennoch ziehen die Verantwortlichen ein positives Fazit.

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Blick auf das Kraftwerk Mehrum aus Richtung Hohenhameln. Die Kraftwerks-Mitarbeiter hatten sich mit einem offenen Brief an die Politik gewandt, in dem sie die Sorgen über die Zukunft ihres Arbeitgebers öffentlich gemacht hatten.

Quelle: rb

Der Betriebsrat hatte vorab viel über Sinn und Unsinn des offenen Mitarbeiterbriefes diskutiert, schildert Vorsitzender Rainer Rettberg-Berkowsky. „Zu diesem Zeitpunkt hatte niemand diese Thematik aufgegriffen,“ sagt er. „Schlussendlich kamen wir zu der Entscheidung, den Brief zu verschicken, egal welche Resonanz er nach sich ziehe.“ Der Betriebsrat wollte über die Sorgen der Mitarbeiter berichten, im Zuge der Energiewende ihre Jobs zu verlieren. Und darüber, wie wichtig konventionelle Kraftwerke seien, wenn nicht die Sonne scheint oder der Wind bläst. Vor allem regional habe der Vorstoß zum Nachdenken und zur Diskussion angeregt. Eine große bundesweite Strahlkraft blieb jedoch aus.

Dennoch meldeten sich auch namhafte Antwortschreiber: Vizekanzler Sigmar Gabriel zum Beispiel schrieb zurück, Regionspräsident Hauke Jagau auch, die Bundestagsabgeordneten Hubertus Heil und Ingrid Pahlmann meldeten sich, eine Vielzahl weiterer Bundes- und Landtagsabgeordnete, Gewerkschaftskollegen. Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies möchte sogar zur nächsten Betriebsversammlung kommen. „Bezogen auf unsere Unternehmensgröße werten wir die Reaktion als Erfolg. Unsere Erwartungen wurden übertroffen“, sagt Rettberg-Berkowsky. Und: „Der Tenor in allen Reaktionen ist, dass konventionelle Kraftwerke im Rahmen der Energiewende wichtig und notwendig seien und noch über viele Jahre gebraucht werden.“

Auch deswegen bereue der Betriebsrat nicht, den Brief verschickt zu haben. „Wir würden ihn auf alle Fälle genauso noch einmal versenden,“ sagt Rettberg-Berkowsky und fügt an: „Unsere Mitarbeiter haben nach dem Brief erfahren, dass sie mit ihren Ängsten und Empfindungen wahr genommen werden.“ Allein das ist schon ein großer Erfolg.

js

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