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Kraftwerk Mehrum nicht auf Schließungs-Liste

Mehrum Kraftwerk Mehrum nicht auf Schließungs-Liste

Mehrum. Viele Energieunternehmen in Deutschland machen Ernst und wollen weitere Blöcke von konventionellen Kraftwerken abschalten. Eine kürzlich veröffentlichte Liste der Bundesnetzagentur führt insgesamt 57 Blöcke auf, deren Stilllegung angezeigt wurde. Das Kraftwerk Mehrum ist dort nicht aufgeführt. Dort ist die Prognose ist eher positiv.

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Ein Blick ins „Innenleben“ des Kraftwerks. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 2012. Damals wurde bei einer „großen Revision“ die Turbine auseinandergenommen und überprüft.

Quelle: A

„Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht und blicken trotz aller Widrigkeiten optimistisch in die Zukunft“, sagt Kraftwerks-Geschäftsführer Bernhard Michels. Und das, obwohl das Kraftwerk am Ende des laufenden Jahres wegen Energiewende und der damit zusammenhängenden Entwicklung des Strompreises wohl kaum schwarze Zahlen schreiben werde. Es gebe schlicht ein Überangebot. „Aber unser Gesellschafter, die Stadtwerke Hannover, verfolgen eine langfristige Sichtweise“, betont Michels.

Zwar wollen zahlreiche Energieversorger deutschlandweit Blöcke vom Netz nehmen, für das Kraftwerk Mehrum besteht jedoch keine Gefahr. „Das sind im Bereich Steinkohle größtenteils kleinere und ältere Blöcke, die Vorgängergeneration zu unserer Anlage“, schildert Michels. In Mehrum sei dieser Schritt mit dem Rückbau der Blöcke 1 und 2, die nicht mehr wirtschaftlich gearbeitet haben, bereits vor rund fünf Jahren vollzogen worden.

Der noch aktive 750-Megawatt-Block 3 gehört hingegen zu den größeren Anlagen im niedersächsischen Vergleich. „Wir haben eine gute Anlage und gute Mitarbeiter. Und wir tun alles, um hier weiterhin Betrieb machen zu können.“ Auch sei der Steinkohle-Preis zurzeit auf einem verhältnismäßig niedrigen Niveau. „Es gibt genügend Steinkohle am Markt, das lässt die Preise fallen. Bei dem schlechten Strompreis hilft uns das natürlich weiter. Aber dass wir uns grundsätzlich gar keine Sorgen machen, kann man auch nicht sagen“, betont Michels.

Dass die Daseinsberechtigung des Mehrumer Kraftwerkes in naher Zukunft infrage steht, das bezweifelt auch Rainer Rettberg-Berkowsky. Er ist Betriebsratsvorsitzer der Belegschaft und vertritt die 135 Angestellten. „Meines Wissens nach ist kein Rückbau in Mehrum geplant. Es gibt keine Anzeichen dafür, dass das Kraftwerk zu macht“, sagt er. Das Kraftwerk hat sogar gerade neue Auszubildende eingestellt - ein positives Signal. Kein Wunder also, dass auch Rettberg-Berkowsky verhalten optimistisch ist: „Ja, wir schauen eher positiv in die Zukunft.“

dpa/js

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