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Kraftwerk Mehrum: „Wir erbringen saubere Leistung“

Mehrum Kraftwerk Mehrum: „Wir erbringen saubere Leistung“

Mehrum. Die Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz forderte gestern die rasche Schließung des Kraftwerks Mehrum, dem ihrer Meinung nach „gesundheitsschädlichsten Steinkohlekraftwerk in Deutschland“. Zu allererst müsse aber erreicht werden, dass dort kein Klärschlamm mehr verbrannt werde (PAZ berichtete). Andreas Heuer, Schichtleiter im Kraftwerk Mehrum, bezieht Stellung – und widerspricht der Kritik vehement.

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Das Kraftwerk Mehrum steht derzeit im Zentrum der Aufmerksamkeit.

Quelle: A

Bei der Abwasserreinigung würden pro Jahr rund zwei Millionen Tonnen trockener Klärschlamm anfallen, die entsorgt werden müssen, rechnet Heuer vor. „Die Entsorgung erfolgt heute etwa zu gleichen Anteilen durch eine landwirtschaftliche und durch thermische Verfahren mit anschließender Verwertung der Asche, etwa für den Straßenbau“, sagt Heuer. Die Verbrennung des Schlamms sei dabei die deutlich risikofreiere Variante: „Bei der Verwertung in Landwirtschaft und Landschaftsbau kann zwar ein Anteil der Nährstoffe genutzt werden“, die Entsorgung berge aber ein potenziell hohes Risiko für Boden und Grundwasser.

Schon seit mehr als 20 Jahren dürfe Klärschlamm daher auch nicht mehr auf sogenanntem Dauergrünland sowie Obst- und Gemüseanbauflächen ausgebracht werden. „Die sicherste Entsorgung ist die thermische Mitverbrennung. Hier werden sämtliche organischen Schadstoffe zerstört. Und entsorgt werden muss der Klärschlamm nunmal“, sagt Heuer.

Auch dem Vorwurf der beiden BI-Vorsitzenden, Hartmut Braun und Marianne Kauers-Theunert, das Kraftwerk Mehrum sei klimaschädlich, widerspricht der Schichtleiter. Anders als von der BI dargestellt, habe das Kraftwerk sehr wohl geeignete Filter- und Rauchgasanlagen, die für eine verminderte Emission von Kohlenstoffdioxid (CO) sorgen würden.

Zumal: „Nur rund 3,5Prozent der CO-Emissionen sind von Menschen gemacht.“ Katalysatoren, E-Filter und Rauchgasentschwefelungsanlagen würden dazu dienen, alle im Bundes-Immissionsschutzgesetz festgehaltenen Vorgaben „kontinuierlich einzuhalten und somit immer eine saubere Leistung zu erbringen“. Anders verhalte es sich außerhalb der Grenze Deutschlands. „Weltweit betrachtet befinden sich rund 2,9Prozent aller Kohlekraftwerke in Deutschland“, sagt Heuer. „Wünschen würde ich mir, dass Herr Braun und Frau Kauers-Theunert hierüber nachdenken – oder einfach gegen die Ozeane demonstrieren.“

js

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