Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Klein-Gabi pflückte einst Blumen auf den Gleisen

Hohenhameln Klein-Gabi pflückte einst Blumen auf den Gleisen

Hohenhameln. Mehr als 50 Damen und Herren waren mit dem Heimatverein auf den Spuren der Vergangenheit unterwegs. Beim Spaziergang durch Hohenhameln wusste der Vorsitzende Otto Köhler so manche Anekdote zu erzählen.

Voriger Artikel
Straßenschäden: SPD sieht Erfolge
Nächster Artikel
Katholisches Gotteshaus wird 100 Jahre

Dorfspaziergang mit dem Heimatverein Hohenhameln: Der Vorsitzende Otto Köhler (Mitte) wusste viele Familiengeschichten zu erzählen.

Quelle: hui

„Wer hat hier schwimmen gelernt?“ Kaum ein Arm blieb unten bei dieser Frage von Otto Köhler. Fast alle hatten in den nicht ganz klaren Fluten des Pfannteichs gebadet, hatten sich vom Sprungturm, den die Feuerwehr gebaut hatte, ins Wasser gestürzt und auch die Angelrute benutzt - denn dort könne man Zander, Hechte und Karpfen fangen, wusste ein Angler zu berichten.

Der Pfannteich diente einst sogar als Eisquelle für eine Hildesheimer Brauerei. „Nicht zu vergessen Uli Als, der schon vor 50 Jahren hier mit Puck und Schläger seine Runden zog und mich beim Eishockey manchmal ziemlich alt aussehen ließ“, erzählte Köhler schmunzelnd. Sogar vom Fund eines Toten im Teich war die Rede, und Dorothea Kriesel wusste eine Geschichte mit gutem Ende, in der einer der Brüder Zulauf den Jüngsten der Familie Neupel gerettet hatte.

Forschen Schritts marschierten die mehr als 50 Teilnehmer durch den nordwestlichen Teil des Ortes, diskutierten über bauliche Veränderungen und erörterten die geschäftlichen und familiären Umstände der früheren Bewohner. Um alles Interessante abzugehen, würden noch zwei Spaziergänge dieser Art nötig sein, sagte Köhler. Der nächste ist für Ende November geplant.

Auch der Kindergarten am Harbertor löste kollektiv Erinnerungen aus. Heute ist dort ein Friseursalon. Doch den Weg dorthin durchschnitt seinerzeit die Strecke der Peiner Kreiseisenbahn. Viereinhalb Meter unter Straßenniveau führten die Gleise entlang. „Vom Zug sah man nur den Schornstein, den Qualm und die Dächer der Waggons“, erzählte Köhler.

„Und Klein-Gabi lief auf den Gleisen und pflückte Blumen“, tönte es aus den Reihen der Dorf-Spaziergänger. „Ich war etwa vier und fand die Blumen dort unten viel schöner. Aber dann kam der Zug“, bestätigte Köhlers Ehefrau Gabriele. Der Zug habe angehalten, und sie sei unversehrt geblieben. Allerdings habe es zuhause eine deftige Standpauke gegeben, denn der Lokführer hatte die Eltern aufgesucht und sie ermahnt, besser auf ihr Kind aufzupassen.

hui

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Bombendrohnung in der Peiner City
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung