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Kita-Serie: Zwischen Fröschen und Schulbären

Bierbergen Kita-Serie: Zwischen Fröschen und Schulbären

Bierbergen. Ein Plüschhase ist im Büro von Kindergartenleiterein Kerstin Ortmann-Hardt an der Wand drapiert. Er trägt ein Tigerenten-T-Shirt mit der Aufschrift: "Niemand ist perfekt - außer uns!" Läuft also alles perfekt im Awo-Kindergarten in Bierbergen?

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Soziale Kompetenz: Die Fünfjährigen Rieke (links) und Mara haben bei Kindergartenleiterin Kerstin Ortmann-Hardt und ihrem Team schon viel darüber gelernt.

Quelle: hui

Tatsächlich könnte man fast den Eindruck haben: Die Kinder im Stuhlkreis lassen sich auch von unbekannten Besuchern nicht stören, bleiben ruhig auf ihren Stühlen sitzen und schauen zu, was passiert. Keiner fängt Streit mit dem Nachbarn an oder verlässt unaufgefordert seinen Platz.

„Das ist bei dem einen oder anderen Kind ein langer Weg bis dahin“, sagt Kerstin Ortmann-Hardt. Seit der Eröffnung 2002 leitet sie die Kita am Rand des Dorfes, direkt an der Grenze zu Feldern und Wiesen. Auch auf dem Land ist die Zeit nicht stehen geblieben, Familien und damit auch die Kinder haben sich verändert und bringen neue Herausforderungen mit. „Manche haben auch mit vier oder fünf Jahren noch nicht gelernt, beim Essen am Tisch zu bleiben, nicht ständig dazwischenzureden oder mit Besteck zu essen“, sagt die Pädagogin. Andere wiederum hätten schon so viele Termine, dass eine spontane Verabredung zum Spielen nicht möglich sei.

Den Mitarbeiterinnen geht es im Umgang mit den Kindern nicht um Kadavergehorsam, sondern um soziale und emotionale Kompetenz. Feste Strukturen im Tagesablauf, Rituale und Vorbilder sind im Bierberger Kindergarten die Wege zu gegenseitiger Achtsamkeit und Respekt – kurz zu liebevollem Umgang miteinander.

Das beginnt schon bei den Krippenkindern ab zwei Jahren in der Fröscheguppe. Sie müssen noch gewickelt werden und brauchen viel mehr Zuwendung als die älteren Kinder. Die kümmern sich wiederum gern mal um die ganz Kleinen, sei es, weil sie es von eigenen Geschwistern kennen – oder als Geschwisterersatz. „Wir haben hier immer mehr Einzelkinder“, erklärt Ortmann-Hardt.

Sie und ihr Team gehen auch nicht bei jeder Auseinandersetzung gleich dazwischen, sondern beobachten erst einmal sehr genau, wie sich welches Kind verhält – und sind manchmal erstaunt, welche Strategien zur Konfliktlösung die Kurzen von ganz allein entwickeln. Zur sozialen Kompetenz gehört auch, die Gefühle und Bedürfnisse der anderen zu erkennen und darauf einzugehen. „Wenn Kinder darin fit sind, können sie sich auch viel besser auf die Schule konzentrieren“, hat Ortmann-Hardt erfahren.

„Schulbären“ haben sich die Kinder selbst genannt, die kurz vor dem Absprung stehen. Sie lernen, dass Großwerden auch etwas mit Verantwortung zu tun hat, denn ihre Aufgabe ist es beim Tischdienst, Getränke einzuschenken und darauf zu achten, dass jeder zu essen und zu trinken hat.

Als Glücksfall bezeichnet die Kindergartenleiterin auch die Möglichkeit, das benachbarte Dorfgmeinschaftshaus zu nutzen, etwa zum Turnen. Auch das Außengelände bietet reichlich Platz zum Klettern und Toben, und es gibt sogar ein kleines Wäldchen – schon ziemlich perfekt für Kinder.

hui

Daten und Fakten

Kindergarten Bierbergen

Träger: Arbeiterwohlfahrt, Kreisverband Peine

Leiterin: Kerstin Ortmann-Hardt

Gründungsjahr: Eröffnet wurde der Kindergarten Bierbergen am 1. August 2002. Die Krippengruppe gibt es seit Oktober 2011, dafür wurden zusätzliche Räumlichkeiten angebaut.

Besonderheiten: Partner im Netzwerk „gesunde Kinder“

Anzahl Kinder: Bis zu 40. Es gibt eine Regelgruppe mit 25 Plätzen für Kinder von drei bis sechs Jahren sowie eine Krippengruppe mit 15 Plätzen für Kinder unter drei Jahre.

Freie Plätze: 2 Plätze in der Regelgruppe sind derzeit frei, die Krippe ist voll belegt. Für das Kindergartenjahr 2013/2014, das nach den Sommerferien beginnt, nimmt die Kita noch bis zum 31. März Anmeldungen entgegen.

Betreuungszeiten (ohne Früh- und Spätdienst): 8 bis maximal 14 Uhr (die Kinder werden vier, fünf oder sechs Stunden betreut)

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