Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Kindergarten bekommt einen neuen Chef

Hohenhameln Kindergarten bekommt einen neuen Chef

Hohenhameln. 15 Jahre lang hat Martina Orwat den evangelischen Kindergarten in Hohenhameln geleitet, jetzt geht sie in den Ruhestand. Ihr Nachfolger wird Oliver Klauenberg: Der 45-jährige ist in Hohenhameln aufgewachsen und hier einst selbst in den Kindergarten gegangen. "Es ist ein bisschen wie nach Hause kommen", sagt er.

Voriger Artikel
Für Feld und Flur werden noch Mitarbeiter gesucht
Nächster Artikel
Der lange Weg vom Feld in die Gasleitung

Das Kindergarten-Team (von links): Die bisherige Leiterin Martina Orwat geht in den Ruhestand, Oliver Klauenberg wird ihr Nachfolger. Petra Sievers bleibt Vize-Chefin.

Quelle: sur

Für Klauenberg ist es bereits die dritte Begegnung mit dem Kindergarten Hohenhameln: Vor rund 40 Jahren wurde er hier auf die Grundschule vorbereitet, 1993 trat er in eben dieser Einrichtung seine erste Stelle als Erzieher an. Jetzt wechselt der 45-Jährige erneut nach Hohenhameln.

Stück für Stück hat Martina Orwat ihren Nachfolger in den vergangenen Wochen auf seine künftigen Aufgaben vorbereitet. Heute hat sie ihren letzten richtigen Arbeitstag im Kindergarten - dann bummelt sie Urlaub ab, bevor sie am 1. Dezember in die passive Phase der Altersteilzeit geht. „So passiv bin ich aber gar nicht“, sagt die 61-Jährige. „Ich habe immer noch meine drei Orgelstellen in Bierbergen, Soßmar und Adenstedt.“ Um die will sie sich jetzt verstärkt kümmern: „Bisher hatte ich nicht ausreichend Zeit um Üben neben dem Ganztagsjob.“

Orwat freut sie sich auf den Ruhestand - und auf ihre fünf Enkelkinder, mit denen sie künftig mehr Zeit verbringen kann. „Fortbildungen mache ich aber weiterhin“, sagt sie - Ruhestand hin oder her. Die 61-Jährige ist eben Erzieherin mit Leib und Seele, erst kürzlich hat sie sich für eine Weiterbildung zum Thema Psychologie und Kindertherapie angemeldet.

Mehr als 15 Jahre lang hat Orwat den Hohenhamelner Kindergarten geleitet. Als sie 1997 hier anfing, war sie 45, so alt wie ihr Nachfolger jetzt. Die Einrichtung war damals noch am Dehnenweg neben dem Schulzentrum zu finden. In das heutige Gebäude am Pfannteich zog der Kindergarten erst im Oktober 2000 ein. Den Neubau hat Orwat geplant - zusammen mit ihrer Stellvertreterin Petra Sievers, die künftig Klauenberg als Vize-Chefin zur Seite steht.

sur

NACHGEFRAGT

„Für die Kinder und die Eltern ändert sich erst einmal nichts“

Eigentlich ist Oliver Klauenberg gelernter Blechschlosser, doch im Zivildienst hat er seine soziale Ader entdeckt und anschließend eine Ausbildung zum Erzieher gemacht. Seine erste Stelle nach dem Anerkennungsjahr trat er 1993 in Hohenhameln an. Nach diversen Stationen – zuletzt in Wunstorf – kehrte er nun zurück und übernimmt die Leitung des evangelischen Kindergartens „Klein Lummerland“.

Herr Klauenberg, ab Montag sind Sie der neue Chef im Kindergarten Hohenhameln – weht dann ein anderer Wind?

Dazu sehe ich zur Zeit keine Notwendigkeit. Man muss als „Neuer“ nicht zwingend etwas verändern, wenn es funktioniert. Ich werde den Kindergarten so weiterführen wie bisher, für die Kinder und die Eltern ändert sich erst einmal nichts. Natürlich werde ich später auch eigene Ideen einbringen – aber das wird die Zeit mit sich bringen.

Seit September arbeiten Sie in Hohenhameln. Was ist Ihnen hier im Kindergarten als erstes aufgefallen?

Die Atmosphäre ist freundlich, und die Kollegen sind auf einem sehr hohen Fortbildungsstand. Gut finde ich auch, dass die Kinder hier zwar klare Grenzen gestreckt bekommen, sich innerhalb dieser aber frei bewegen können. Sie müssen zum Beispiel nicht in den Gruppenräumen bleiben, sondern können auch im Flur spielen – so ist hier immer Leben im Haus.

Hatte ihr Jobwechsel auch private Gründe?

Ja. Zuletzt habe ich einen Kindergarten in Wunstorf geleitet, ich wohne aber in Hildesheim. Jetzt spare zwei Stunden Fahrzeit am Tag. Das ist schon toll.

Außerdem kennen Sie sich in Hohenhameln schon aus.

Stimmt, ich bin hier selbst in den Kindergarten gegangen und hatte hier 1993 meine erste Stelle. Es ist schon spannend, dass ich jetzt wieder hier bin. Teilweise betreue ich jetzt die Kinder ehemaliger Klassenkameraden!

Haben Sie ein besonderes Steckenpferd, also ein Thema, das Ihnen speziell am Herzen liegt?

Ich habe fünf Jahre lang bei dem Langzeitprojekt „Kinderwelten“ der Freien Universität Berlin mitgemacht. Da geht es um vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung – denn jeder Mensch hat Vorurteile, selbst wenn er noch so klein ist. Ziel ist es, dass die Kinder Unterschiede erkennen und akzeptieren – das stärkt die Persönlichkeit und das Selbstbewusstsein.

Interview: Susann Reichert

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Konzert für Schüler in Ilsede
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung