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Kinder angesprochen: Sexualstraftäter muss mit Haftstrafe rechnen

Hohenhameln Kinder angesprochen: Sexualstraftäter muss mit Haftstrafe rechnen

Hohenhameln/Hildesheim. Der Sexualstraftäter, der in Hohenhameln mehrfach Kinder im Grundschulalter ansprach, sitzt seit Ende Juli in U-Haft (siehe Info-Kasten). Jetzt sprach die PAZ mit Christina Pannek, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Hildesheim, über den Fall und erfuhr: In etwa sechs Wochen werden die Ermittlungen gegen den Hildesheimer voraussichtlich abgeschlossen sein und so schnell wird der vorbestrafte 46-Jährige wohl nicht mehr aus dem Gefängnis entlassen.

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Landgericht Hildesheim: Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen einen 46-Jährigen, der in Hohenhameln Kinder angesprochen hatte.

Quelle: A

„Die Ermittlungen laufen“, sagt Pannek. Die Frage, der derzeit nachgegangen werde: Gibt es noch weitere Fälle, in denen der 46-jährige Hildesheimer Kinder angesprochen hat? Bekannt sind bisher knapp zehn Fälle, sexuelle Übergriffe gab es dabei jedoch nicht. Der ehemalige Sexualstraftäter hatte die jungen Hohenhamelner lediglich angesprochen. Strafbar ist das für ihn aber dennoch, denn der Beschuldigte durfte sich Kindern nicht nähern - eine Auflage im Rahmen einer laufenden Bewährung.

Dem 46-Jährigen drohen laut Strafgesetzbuch eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe bis zu drei Jahre, also eine verhältnismäßig geringe Strafe: „Vergleichbar ist der Strafrahmen etwa mit Beleidigung oder Fahren ohne Fahrerlaubnis“, sagt Pannek. Der Grund: „Es wird noch nicht erheblich in Persönlichkeitsrechte eingegriffen.“ Das Ansprechen sei für die Kinder „aber sicherlich unangenehm und nicht schön.“

Was dem Hildesheimer für den Weisungsverstoß genau drohe, hänge unter anderem von der Anzahl der Verstöße und von den Vorbelastungen ab.

Verhandelt wird vor Landgericht in Hildesheim. Da der Beschuldigte, der seit Ende Juli in U-Haft sitzt, bereits unter Bewährung stand, dürfte eine Gefängnisstrafe auf ihn warten. „Mit einer Geldstrafe kann er sicherlich nicht rechnen“, sagt Staatsanwalts-Sprecherin Pannek und fügt an: „Natürlich ist das nur eine Einschätzung, aber mit hoher Wahrscheinlichkeit läuft das auch nicht auf eine Bewährung hinaus.“ Der 46-Jährige habe schon einmal „den Vorzug einer Bewährungsstrafe genossen. Wer sich dann nicht bewährt, der muss dann eben auch mit einer Gefängnisstrafe rechnen.“

js

Info - Die Historie des Falles:

Der Fall sorgte für Aufsehen: In Hohenhameln sprach ein Unbekannter mehrfach Kinder an, wollte sie nach Hause oder ans „schöne, blaue Meer“ fahren. Wenig später bestätigte sich, was viele Eltern vermuteten: Der Unbekannte ist ein vorbestrafter Sexualstraftäter, der wegen sexuellen Missbrauchs in Haft saß, sich unter anderem vor jungen Mädchen entblößt hatte. Mittlerweile sitzt der 46-Jährige in U-Haft, weil er gegen Weisungen verstoßen hatte. Denn für seine Bewährung war dem Hildesheimer auferlegt worden, keinen Kontakt zu Kindern aufzunehmen. Ein Verstoß gegen Weisungen wird je nach Schwere der Tat mit einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren oder mit einer Geldstrafe geahndet.

js

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