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Katastrophale Umsatzzahlen bei Nordzucker

Clauen Katastrophale Umsatzzahlen bei Nordzucker

Clauen/Braunschweig. Der Nordzucker-Konzern mit Sitz in Braunschweig, der die Zuckerfabrik in Clauen betreibt, hat seine Umsatzergebnisse für das erste Quartal 2015 vorgestellt - und hat mit enormen Rückgängen zu kämpfen.

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Die Umsatzzahlen des Nordzucker-Konzerns, der das Zuckerwerk in Clauen betreibt, purzeln wie die Rüben, die das Unternehmen verarbeitet.

Quelle: A

Das wirkt sich auch auf die Einnahmen der Gemeinde Hohenhameln aus - diese ist jedoch gewappnet.

Was sich Ende vergangenen Jahres abgezeichnet hatte, ist jetzt Gewissheit: Der Umsatz bei Nordzucker ist eingebrochen. Um rund ein Viertel ist er im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, von 501 Millionen Euro auf lediglich noch 374 Millionen. Der Rückgang sei „vor allem auf die anhaltend niedrigen Preise für Quotenzucker zurückzuführen“, heißt es von Sprecherin Tanja Schneider-Diehl in einer Pressemitteilung des Konzerns. Die Preise seien Folge eines starken Wettbewerbs auf dem weltweiten Zuckermarkt.

Deshalb hat Nordzucker Einsparungen in Höhe von mindestens 50 Millionen Euro als Ziel ausgerufen. Im Konzerndeutsch ist von einem konzernweiten Effizienzprogramm die Rede, „das Kosten, Prozesse und Strukturen optimieren wird“. Nordzuckers Vorstandsvorsitzender Hartwig Fuchs sagt: „Mit Blick auf 2017 müssen wir auch bei niedrigen Zuckerpreisen konkurrenzfähig sein und uns markt- und kundenorientiert aufstellen.“ Jetzt gelte es, die Weichen für die Zukunft zu stellen. Mit schnellen Effekten sei jedoch nicht zu rechnen. Das Unternehmen hält ein positives Ergebnis in diesem Geschäftsjahr für unwahrscheinlich.

Das hat auch direkte Auswirkungen auf die Gemeinde Hohenhameln. Denn was zuvor nur vermutet worden war, ist jetzt fast schon Gewissheit: Vom Nordzucker-Werk in Clauen ist in diesem Jahr keine Gewerbesteuer zu erwarten. Doch die Gemeinde ist gewappnet. Im Dezember hatte Bürgermeister Lutz Erwig mit einem Haushaltssperre auf die sich ankündigende Entwicklung bei Nordzucker reagiert. „Durch die Entwicklung bei Nordzucker müssen wir auf nicht absehbare Zeit auf enorme Einnahmen durch die Gewerbesteuer verzichten“, sagt Erwig. Bereits im März erließ der Gemeinderat einen entsprechenden Nachtragshaushalt. „Das sich die Zahlen, die Ende 2014 abzusehen waren, bewahrheiten haben, ist sicherlich nicht schön. Im Nachtragshaushalt haben die Gewerbesteuerzahlung von Nordzucker aber ohnehin mit 0 Euro eingerechnet.“

js

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