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Kastanien an der Kirche gefällt

Hohenhameln Kastanien an der Kirche gefällt

Hohenhameln. Weit über 100 Jahre alt waren die vier Kastanien neben dem Turm der evangelischen Laurentius-Kirche, die jetzt gefällt worden sind. Die Bäume waren krank oder instabil und drohten umzukippen.

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Die Borke löst sich schon: Baumpfleger Roman Rathai (rechts) erklärt Gerhard Bollmann (von links), Jutta Tostmann-Müller, Walter Heineke und Gerhard Bankes, warum die Kastanie gefällt werden musste.

Quelle: sur

„Der erste Baum, den wir gefällt haben, war tot und vom Pilz zersetzt“, erläuterte Baumpfleger Roman Rathai am Mittwoch dem Kirchenvorstand. Eine weitere Kastanie war innen komplett hohl und dadurch nicht mehr stabil, auch sie musste gefällt werden. Dabei ist ein hohler Baum nicht automatisch eine Gefahr, betont Rathai: „Entscheidend für die Stabilität ist, wie viel gesundes Holz noch übrig ist.“ Bei der Kastanie war das nicht mehr viel - bei Sturm hätte sie umkippen können.

Ein dritter Baum direkt daneben musste weichen, weil er ohne seine beiden „Nachbarn“ nicht mehr standfest war. „Die anderen beiden Bäume haben vorher den Wind abgefangen“, erklärt Rathai. „Nachdem sie gefällt waren, hätte der dritte Baum allein und ungeschützt im Wind gestanden. Es bestand das Risiko, dass der Baum bricht.“

Die vierte gefällte Kastanie, die auf der anderen Seite des Kirchturms stand, war von dem Bakterium Pseudomonas syringae befallen, das das sogenannte Kambrium des Baumes zerstört. „Das Kambrium ist das einzige zellteilungsfähige Gewebe eines Baumes“, erklärt Rathai. „Wenn es tot ist, stirbt der Baum unweigerlich ab, weil er nicht mehr wachsen kann.“ Die Kastanie bekam schwarze Flecken, die Borke löste sich. „Das Stammholz dagegen sieht noch gut aus“, sagt Rathai. „Das ist super Brennholz.“

Im Januar soll das Holz laut Pastor Hans Schweda versteigert werden. Mit dem Geld könne zumindest ein Teil der Kosten für die Baumfällung gedeckt werden sowie für eine Neuanpflanzung, die laut Rathai spätestens im März erfolgen soll.

Übrigens: Nicht alle kranken Bäume an der Kirche wurden gefällt, zwei Trauereschen konnten die Experten erhalten. Sie sind zwar auch morsch, des öfteren brechen Äste ab. „Allerdings stehen sie an einer Stelle, wo kaum jemand lang geht - die Sicherheit ist also gewährleistet“, sagt Rathai. Deshalb könnten die Bäume stehen bleiben, „zumal sie Seltenheitswert haben: Trauereschen gibt es kaum noch.“

sur

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