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Karla Steinbach: „Hatten Hoffnung nicht aufgegeben“

Hohenhameln Karla Steinbach: „Hatten Hoffnung nicht aufgegeben“

Hohenhameln. „Wir können es kaum fassen, dass die ganze Sache jetzt so endet. Bis zuletzt haben wir die Hoffnung nicht aufgegeben, dass sich eine Lösung findet“, sagte Karla Steinbach - bis vor Kurzem Geschäftsführerin des Nussknacker-Herstellers Steinbach - zur Insolvenz und dem Verkauf des traditionsreichen Familienunternehmens.

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Karla (l.) und Tochter Karolin Steinbach mit Nussknackern aus ihrem Sortiment.

Quelle: Archiv

„Meine Kinder Christian und Karolin, die schon lange im Unternehmen mitarbeiten, hatten dem Insolvenzverwalter ein Konzept zur Fortführung des Betriebes vorgelegt, doch leider konnte dieses offenbar nicht überzeugen“, berichtet sie. Letztlich hat ein anderer Anbieter der Zuschlag erhalten.

Besonders bedauerlich aus ihrer Sicht: Die Auftragslage sei trotz der bekannten Probleme nach wie vor sehr gut gewesen, viele Abnehmer seien sogar bereit gewesen, Vorauszahlungen zu leisten.

Als Grund für die finanzielle Schieflage wird immer die Einführung des Mindestlohns genannt. „Das stimmt auch grundsätzlich, fasst aber als Erklärung zu kurz. Wir hätten es geschafft, allen Mitarbeitern den Mindestlohn zu zahlen. Daraus hat sich aber ergeben, dass das Verhältnis zu dem Gehältern der bis dahin Besserverdienenden nicht mehr gepasst hat, die damit unzufrieden waren“, beschreibt Steinbach. Das habe zu großen betriebsinternen Spannungen geführt.

Auch für diese Mitarbeiter wäre sie bereit gewesen, die Bezahlung anzuheben, „aber das ging nicht alles auf einmal. Wir hatten eine Art Drei-Jahres-Plan, der aber nicht von allen akzeptiert wurde“, so Karla Steinbach. Zudem sei es sehr schwierig gewesen, von Hohenhameln aus das Werk in Marienberg zu führen.

„Bedanken möchte ich mich bei allen Mitarbeitern, die so lange für uns gearbeitet und uns die Treue gehalten haben. Ich hätte ihnen wirklich sehr gern weiter eine Perspektive geboten“, sagt sie. Bei aller Enttäuschung über das Aus erinnere sie sich doch gern an die schönen Zeiten zurück.

Wie ihre eigene Zukunft aussehe, wisse die 58-Jährige noch nicht, deren Privatvermögen von der Insolvenz betroffen ist. „Meine Kinder haben bereits neue Jobs in Aussicht“, sagt sie.

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Hohenhameln
Das Gelände der Firma Steinbach in Hohenhameln.

Hohenhameln. Der Verkauf des Nussknacker-Herstellers Steinbach geht nun in die letzte Phase. Wie der Insolvenzverwalter Manuel Sack gestern auf Nachfrage der PAZ mitteilte, sollen noch in dieser Woche die Verträge unterschrieben werden - so zumindest der Plan.

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