Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Kammmolch-Gewässer sorgt für Ärger

Hohenhameln-Equord Kammmolch-Gewässer sorgt für Ärger

Equord. Das Kammmolch-Gewässer bei Equord sorgt wieder für Gespräche: Er sei saniert worden, heißt es. Aber reicht das nach dem Brand auf dem PEG-Gelände und dem mutmaßlichen Einfließen von Löschwasser-Resten aus, dass die seltenen Kammmolche überhaupt noch dort laichen können? Der Landkreis stellt sich den dringendsten Fragen.

Voriger Artikel
Große Eröffnung bei Hand in Hand: Mehr als 100 Besucher im „Mittelpunkt“
Nächster Artikel
„Spannend, unbeschreiblich, sensationell“: Begeisterndes Jazz-Konzert bei Hummer

Das Kammmolch-Laichgewässer auf dem PEG-Gelände bei Equord.

Quelle: A

Das Wasser, das in den Feuerlöschteich gelangt war (PAZ berichtete), in dem die Kammmolche ihren Nachwuchs zeugen, „wurde umgehend wieder abgepumpt“, sagt Landkreis-Sprecherin Katja Schröder. Untersuchungen kurze Zeit später hätten ergeben, dass Wasser und Sedimente nicht durch Stoffe belastet seien, die mit dem Brand auf dem PEG-Gelände in Verbindung gebracht werden können. „Weitere Maßnahmen, wie ein Bodenaustausch, waren nicht nötig und der Feuerlöschteich wurde wieder freigegeben.“

Das stößt beim Biologen Reiner Theunert, der sich in der Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz engagiert, auf wenig Begeisterung. „Was man nachweist, ist das eine, was vorhanden ist, ist das andere.“ Man könne nur hoffen, dass „das Gewässer soweit saniert wurde, dass es die Tiere jetzt nicht noch dahinrafft.“

Kreissprecherin Schröder bestätigte, dass 2012 fünf Kammmolche in dem Gewässer gefunden worden waren. Erfassungen aus 2013 liegen nicht vor. „Eine derartig kleine Population kann auch ohne Schadereignis jederzeit erlöschen“, sagt Schröder. „Es ist aufgrund der Jahreszeit zu vermuten, dass sich die Kammmolche zum Zeitpunkt des Löschwassereintrages eher in den umgebenden Strukturen als im Kleingewässer selbst befunden haben.“ Es sei davon auszugehen, dass der Teich wieder als Fortpflanzungsstätte für Kammmolche genutzt werden könne. Es solle aber eine Kammmolch-Kartierung in Auftrag gegeben werden.

Die BI hatte vor einiger Zeit außerdem eine finanzielle Beteiligung in Höhe von 3000 Euro ausgelobt, sollten schnell neue Laichgewässer für Kammmolche geschaffen werden. Schröder: „Der Kreis begleitet das Projekt grundsätzlich positiv.“ Die Initiative könne sich mit einer konkreten Planung und Kostenaufstellung „zur Anlage eines neuen Laichgewässers, auch im Hinblick auf eine Finanzierungslücke, an den Fachdienst Umwelt wenden“. Das stößt Theunert sauer auf: „Es ist mir neu, dass ein Sponsor die Planungen durchführt.“ Beim Landkreis sei die Untere Naturschutzbehörde von Amtswegen für solche Planungen zuständig.

Theunert: „Schon erstaunlich, welche Vorstellungen bisweilen die Landkreisverwaltung hat.“

js

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Rückbau auf dem Telgter Elmeg-Gelände
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung