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"Jobbörse" bringt Schüler und Firmen zusammen

Hohenhameln "Jobbörse" bringt Schüler und Firmen zusammen

Hohenhameln. Die Jobchancen junger Leute waren schon lange nicht mehr so gut wie heute: Viele Unternehmen suchen händeringend nach Azubis. Um Schulabgänger in der Region zu halten - und um ihnen den Berufseinstieg leichter zu machen - veröffentlicht die ILEK-Börderegion die "Jobbörse". Bürgermeister Lutz Erwig verteilte gestern die aktuelle Ausgabe im Hohenhamelner Schulzentrum.

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BILD ZUM 1. NEBENTEXT: Ein Händchen für Technik: Jaeckel-Azubi Martin Hänsel ist schon im dritten Lehrjahr.

Quelle: im

Von A wie Altenpfleger bis Z wie Zimmerer: Auf 40 Seiten sind in der neuen Ausgabe der „Jobbörse“ 200 Ausbildungs- und 180 Praktikumsplätze zusammengestellt. In dem Heft inserieren nicht nur Firmen aus Hohenhameln, sondern auch aus den drei anderen ILEK-Kommunen Algermissen, Harsum und Sehnde.

Bürgermeister Lutz Erwig und Berufsberaterin Elke Seidel haben das Heft gestern in Hohenhameln verteilt. Die Acht- und Neuntklässler der Haupt- und Realschule können sich damit auf die Suche nach Praktikumsstellen und Ausbildungsplätzen machen.

2008 erschien die „Jobbörse“ zum ersten Mal, inzwischen ist sie ein festes Projekt der ILEK-Börderegion geworden. Ursprünglich sollte sie künftigen Schulabgängern der Start in ihr späteres Berufsleben erleichtern - inzwischen profitieren auch Unternehmen von dem Werbeeffekt. Schließlich haben es gerade die kleinen Betriebe nicht mehr so leicht wie früher, Azubis zu finden - weil die Schülerzahlen sinken.

Die „Jobbörse“ ist auch im Rathaus erhältlich. sur

„Wer hier gelernt hat, ist für uns Gold wert“

Mehrum. Gleich vier verschiedene Ausbildungsberufe bietet die Firma Jaeckel an: Der Autozulieferer aus Mehrum sucht für 2013 sechs Azubis, die Zerspannungs- oder Feinwerkmechaniker, Mechatroniker oder Technischer Produktdesigner werden wollen. „Letzteres hat allerdings nicht viel mit Design und Kunst zu tun“, sagt Sascha Ahlvers, der im Unternehmen für die Ausbildung zuständig ist. „Technische Produktdesigner sind eine Mischung aus technischem Zeichner und Konstrukteur. Sie sitzen den ganzen Tag am Computer und entwerfen nach Kundenwunsch verschiedene Dinge – die müssen aber nicht nur toll aussehen, sondern auch so gestaltet sein, dass man sie tatsächlich herstellen kann.“

Jaeckel baut Werkzeuge für die Autoindustrie, mit denen sich beispielsweise Schiebedächer, Armaturenbretter oder Cabrio-Verdecke in Serie herstellen lassen. Derzeit sucht das Unternehmen ungewöhnlich viele Azubis: „Wir sind gerade ziemlich unterbesetzt“, sagt Ahlvers. „Letztes Jahr haben wir sehr wenige Bewerbungen bekommen – also haben wir diesmal ordentlich die Werbetrommel gerührt, Schulen besucht und unseren Betrieb vorgestellt.“

Denn nicht nur junge Leute müssen sich anstrengen, einen guten Ausbildungsplatz zu bekommen – in Zeiten von niedriger Arbeitslosigkeit und Fachkräftemangel werben auch die Unternehmen verstärkt um Nachwuchs. „Man darf nicht nur auf Bewerbungen warten“, sagt Ahlvers. Erst recht nicht, wenn Azubis dringend gebraucht werden: Jaeckel hat knapp 50 Mitarbeiter, und diejenigen, die direkt im Unternehmen ausgebildet worden sind, sind laut Ahlvers Gold wert. „Unser Ziel ist es, die Azubis nach der Lehre auch zu behalten“, sagt er. „Die, die hier gelernt haben, sind uns sehr wichtig. Denn wir arbeiten ziemlich individuell – vieles lernt man so nicht in der Schule, sondern nur im Betrieb.“ sur

„Vorher informieren, ob der Beruf das richtige ist“

Hohenhameln. Gute Auszubildende sind schwer zu finden – davon kann die Spedition Sewert aus Hohenhameln ein Lied singen. „Engagement, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit sind Pflicht“, sagt Sewert-Mitarbeiter André Rohnert. „Wir hatten schon Bewerber, die ein Vorstellungsgespräch abgesagt haben, weil sie angeblich eine Geburtstagsparty vorbereiten mussten.“ Eine zweite Chance bekommen diese Bewerber nicht.

Eingestellt werden jedes Jahr mehrere Berufskraftfahrer und Speditionskaufleute. Am liebsten ist es Rohnert, wenn die künftigen Azubis erst einmal ein Praktikum machen: „Die jungen Leute müssen sich darüber im klaren sein, was auf sie zukommt – und sich vorher informiert haben, damit sie wissen, ob der Beruf auch das richtige ist.“ Sonst sei das Risiko zu groß, dass die Ausbildung mittendrin abgebrochen wird. „Deshalb suchen wir uns unsere Azubis genau aus“, sagt Rohnert.

Wer einen Ausbildungsplatz ergattert, hat gute Zukunftschancen: „Speditionskaufleute sind im Moment sehr gefragt“, weiß Rohnert. „Die Branche ist vielfältig: Man kann auf dem Flughafen arbeiten, bei der Bahn oder in der Schifffahrt.“ Die eigenen Leute behält Sewert nach der Ausbildung aber am liebsten im eigenen Betrieb: „Wer hier klein anfängt, kriegt alles von der Pike auf mit und ist mit dem Unternehmen vertraut“, sagt Rohnert. sur

„Selbst ausgebildete Fachkräfte sind die besten“

Hohenhameln. Zu den Handwerksberufen mit dem höchsten Frauenanteil gehört der Augenoptiker: Laut Bundesagentur für Arbeit lag die Quote im Jahr 2010 bei 71 Prozent – Tendenz steigend.

In dem Beruf muss man einerseits gern mit Menschen zu tun haben, andererseits „braucht man Spaß am Feilen und Sägen und sollte auch in Mathe und Physik nicht ganz dumm sein“, sagt Iris Goldbeck, die das Brillenstudio in Hohenhameln führt. „Wir verkaufen ja nicht nur, sondern machen in unserer Werkstatt auch alle Brillen selbst.“

Ein bis zwei Azubis stellt Goldbeck jedes Jahr ein – und versucht, sie nach der Lehre auch zu übernehmen. „Selbst ausgebildete Fachkräfte sind die besten, die man kriegen kann – die kennen den Betrieb von der Pieke auf“, sagt sie. Zudem fehlen in der Branche Fachkräfte, Azubis zu finden, ist nicht leicht. „Wir müssen ja auch Sonnabends arbeiten, das wollen viele nicht“, sagt Goldbeck. Für sie ist Augenoptiker allerdings ein Traumberuf: „Ich wollte das schon immer werden.“

sur

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