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Interreligiöses Konzert im Kultursalon

Hohenhameln Interreligiöses Konzert im Kultursalon

Soßmar. Es war eines der spannendsten Konzerte im Kultursalon von Gerhard Hummer - jedenfalls für diejenigen, die sich der Herausforderung stellten, zeitgenössische Musik zu erleben. Leider waren es nur etwa 20 Zuhörer. 

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Anastasia Pawlik an der Querflöte an und Mateja Zenzerovic (Akkordeon) begeisterten - doch leider waren nur wenige Gäste da.

„Unverständlich“ fanden die anderen Gäste die niedrige Besucherzahl nach dem Konzert.

Angekündigt war eine Klangreise, ein interreligiöses Konzert mit Lesung aus den Schriften der großen Religionen Islam, Judentum und Christentum. „Vielleicht hatten einige geglaubt, es handele sich um eine religiöse Veranstaltung mit Musik“, sagt Kultursalon-Betreiber Hummer. Aber weit gefehlt: Die ausgewählten Texte aus dem Koran, der Thora und der Bibel sollten lediglich das Verbindende der großen Weltreligionen herausstellen, nämlich die Sehnsucht nach Frieden und die Akzeptanz der Fremden im eigenen Land. Im Mittelpunkt standen die Interpretationen zeitgenössischer Werke für Querflöte und Akkordeon durch das geniale russisch-ukrainische Duo Unico mit Anastasia Pawlik an der Querflöte an und Mateja Zenzerovic am Akkordeon.

Dann begann das Konzert mit „Mild und leise“, eine Komposition von Gerhard Müller-Hornbach. Mehr gehauchte denn gespielte Töne beherrschten das Stück - „Klänge wie man sie vorher noch nie von diesen Instrumenten gehört hatte“, befand Hummer. Im Zentrum des Abends stand die Auftragskomposition „Elliptic Glide“ des russischen Komponisten Sergej Newski, der dieses Werk in diesem Jahr den beiden Musikerinnen gewidmet hat. „Es ist beinahe unmöglich das musikalische Geschehen mit Worten zu beschreiben. Das Zuhören erfordert hohe Konzentration, nur dann erschließen sich Zusammenhänge und es entsteht ein Bild vor dem inneren Auge“ fasst Hummer zusammen. Faszinierend war auch das 1978 komponierte Stück für Solo-Akkordeon der berühmten russischen Komponistin Sofia Gubaidulina, das Mateja Zenzerovic mit Hingabe interpretierte, wobei sie alle Klangmöglichkeiten ihres Instrumentes, von den leisesten Tönen bis hin zu gewaltigen Akkordballungen, ausschöpfte.

Auch ein Jazzstück stand auf dem Programm, genau wie verschiedene Tangos von Astor Piazzolla. Das war eine andere Klangwelt. Das traumhafte Zusammenspiel der beiden Instrumentalistinnen hatte frenetischen Applaus zur Folge. Trotz ausbleibender Gäste, war das Konzert ein großer Erfolg, befand Hummer schließlich: „Es war ein hochspannender, lehrreicher und zum Schluss beglückender Abend.“

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