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Interessanter Vortrag über den Drömling

Sievershausen Interessanter Vortrag über den Drömling

Sievershausen. Im Rahmen des monatlich stattfindenden Klönnachmittags bot die Heimatbundgruppe Sievershausen einen Vortrag über das Naturschutzgebiet Drömling an, dessen lateinischer Name Locus Trimmining übersetzt schwankender Boden bedeutet.

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Gerhardt Fuhrich illustrierte seine Ausführungen mit Fotos.

Quelle: hb

Über 30 Mitglieder und Besucher aus benachbarten Dörfern interessierten sich für den vom Vorsitzenden Gerhardt Fuhrich interessant vorgetragenen Dia-Vortrag.

Das Gebiet des Drömling liegt östlich von Wolfsburg und nördlich von Oebisfelde und umfasst insgesamt 300 Quadratkilometer, war zu erfahren. Davon liegen 250 Quadratkilometer in Sachsen-Anhalt und 50 in Niedersachsen. Es handelt sich um eine feuchte Gegend. Charakteristisch hierfür ist als Leitbild der Fischotter. Die erste Bewässerungsschleuse wurde 1821 gebaut.

Ab 1850 begann man, das Gebiet mit seinen 1000 Gräben von 563 Kilometern Länge trockener zu legen; denn 20 Jahre später, 1871, wurde die Eisenbahnstrecke Hannover - Berlin durch dieses Gebiet gebaut. In den 1920er-Jahren erfolgte der Bau des Mittellandkanals.

Die Besiedelung ist sehr dünn. Die Entwässerung erfolgt durch das Flüsschen Ohre in die Elbe mit Trinkwasser-Entnahme für Magdeburg und im nordwestlichen Bereich durch die Aller.

Die Entstehung dieses moorigen Gebietes kann bis auf die Saale-Eiszeit zurückgeführt werden. Heute kommt hier die Natur zu ihrem vollen Recht: 25 verschiedene Fischarten und mehr als 530 unterschiedliche Pflanzen sowie viele teils seltene Vögel sind registriert.

Dass der Mensch auch für den Naturschutz zu viel tun kann, zeigt nach Fuhrichs Worten ein Beispiel: Während der Mensch diverse Flächen nicht betreten soll, um den Kranich nicht zu stören, wühlen Wildschweine den Boden auf und beeinflussen damit die Nahrungsgrundlage des Kranichs negativ.

„Mehr und mehr gestresste Bürger erkennen den Wert dieses ruhigen Landstriches und finden dort Erholung als Wanderer oder Radfahrer“, resümierte der Referent den mit weiterem Detailwissen gespickten Vortrag.

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