Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -3 ° Regenschauer

Navigation:
Informationsveranstaltung über Flüchtlinge

Hohenhameln Informationsveranstaltung über Flüchtlinge

Hohenhameln. Die Gemeinde Hohenhameln will etwas für ihre Bürger tun - auch für die, die als Flüchtlinge gekommen sind oder noch kommen werden.

Voriger Artikel
Stefanie Herold bringt die Korvette an Ziel
Nächster Artikel
„Wenn es voran geht, treibt mich das an“

Zu einer Informationsveranstaltung der Gemeinde Hohenhameln kamen mehr als 30 Interessierte.

Quelle: oh

Dafür braucht es auch Aufklärung - zu einem ersten Infoabend kamen nun mehr als 30 Besucher.

„Ich freue mich sehr über das große Interesse bei den Bürgern. Wir erleben eine große Bereitschaft, sich für die Ankömmlinge zu engagieren und uns als Gemeinde dabei zu unterstützen, sie hier willkommen zu heißen und ihnen das Einleben zu erleichtern“, sagt Bürgermeister Lutz Erwig gegenüber der PAZ.

Derzeit leben 54 Asylbewerber in Hohenhameln - die meisten davon kommen aus Montenegro (16), Mazedonien (12) und Pakistan (9). Die Flüchtlinge sind je zur Hälfte in gemeindeeigenen und angemieteten Wohnungen untergebracht. Bis Ende September sollen noch 25 weitere Asylbewerber nach Hohenhameln ziehen.

Das wirft bei vielen Hohenhamelnern natürlich Fragen auf. Viele wollen unter anderem wissen, wie sie die Neu-Bürger unterstützen können. Bei der Infoveranstaltung im Dorfgemeinschaftshaus referierte unter anderem Iris Stuke vom Caritasverband Peine. Sie sprach über die verschiedenen Flüchtlingsströme aus Bürgerkriegsregionen wie Syrien und aus sogenannten sicheren Drittstaaten wie Serbien und Kosovo.

„Über verschiedene Fluchtwege gelangen die Flüchtlinge nach Deutschland in die Erstaufnahmeeinrichtungen der einzelnen Bundesländer, von denen sie auf die Kommunen verteilt werden“, erläuterte Stuke. Flüchtlinge aus als sicher eingestuften Drittstaaten seien ständig mit der Tatsache konfrontiert, dass sie womöglich in ihre Heimatländer zurückkehren müssen.

Die unterschiedliche Lebensweise in den Herkunftsländern bereitet immer wieder auch Probleme im Zusammenleben mit den Nachbarn in Deutschland, weiß Stuke. Das berichteten auch Anwohner aus einem Hohenhamelner Ortsteil. Es gebe Probleme wegen der Mülltrennung und der nächtlichen Lautstärke. Stuke riet, die Probleme mit Hilfe eines Kulturdolmetschers zu lösen.

Eine schöne Idee für Flüchtlinge könnte die Gemeinde aus Peine adaptieren. Dort gibt es bereits ein interkulturelles Kaffeetrinken in der Friedenskirche, bei dem die Flüchtlinge die Möglichkeit haben, sich auszutauschen.

Außerdem referierte Dr. Andrea Friedrich über ihren Verein „Familie für Familien“. Der stellt Flüchtlingsfamilien freiwillige Paten zur Seite, die über einen längeren Zeitraum eine Bindung aufbauen und unterstützen sollen. Probleme bereiten dabei oft fehlende Sprachkenntnisse der Flüchtlinge. In der anschließenden Diskussion wurden verschiedene Möglichkeiten aufgezeigt, die Flüchtlinge mit ihren Kindern in die dörfliche Gemeinschaft einzubinden.

js

  • Wer Interesse hat, sich ehrenamtlich für oder mit Flüchtlingen zu engagieren, kann einen „Interessebogen“ ausfüllen. Der ist auf der Internetseite der Gemeinde unter der Adresse www.hohenhameln.de zu finden.
Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Hohenhameln

Lesen Sie alles rund um das traditionsreiche Peiner Fest. mehr

Bombendrohnung in der Peiner City
Veranstaltungen

Welche Veranstaltungen und Termine gibt es im Peiner Land? In unserer Datenbank finden Sie alle Infos. mehr

Sudoku

Das Zahlenrätsel Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsgraden

Kinoprogramm

Jeden Donnerstag neu: alle Filmstarts in Peine und Umgebung