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Im Haushalt fehlen 1,7 Millionen Euro

Gemeindehaushalt Hohenhameln Im Haushalt fehlen 1,7 Millionen Euro

Die Wirtschaftskrise schlägt jetzt auch auf den Gemeindehaushalt durch: In diesem Jahr nimmt Hohenhameln schätzungsweise 1,7 Millionen Euro weniger Gewerbesteuer ein als geplant.

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Abhängig vom Wohl eines Unternehmens: Die Firma Nordzucker, der die Zuckerfabrik in Clauen gehört, ist Hohenhamelns größter Steuerzahler.

Quelle: cb

Hohenhameln. „Am Ende des Jahres werden wir arg in den Miesen sein“, sagt Bürgermeister Lutz Erwig. Wegen der Steuerausfälle werde zwar im September ein Nachtragshaushalt aufgestellt – doch die Gemeinde könne jetzt kaum noch sparen. „Das Geld ist zum Teil schon verbaut“, sagt Erwig. Der Kindergarten in Equord steht, das neue Feuerwehrauto in Harber ist angeschafft.

Eigentlich hatte die Gemeinde damit gerechnet, in diesem Jahr rund zehn Millionen Euro zur Verfügung zu haben. Während die Einnahmen aus der Grundsteuer und der Einkommenssteuer etwa so hoch bleiben wie geplant, bricht bei der Gewerbesteuer ein gigantischer Teil weg. Diese Steuer macht normalerweise etwas mehr als ein Fünftel des Haushaltes aus. In diesem Jahr fehlen plötzlich 1,7 Millionen Euro – das sind 17 Prozent des Gemeinde-Etats.

Hohenhameln nimmt in diesem Jahr nicht nur wesentlich weniger Gewerbesteuer ein als geplant, sondern die Gemeinde muss auch Geld aus den vergangenen Jahren zurückzahlen. Das Problem: „Wir sind abhängig von einem großen Steuerzahler. Wenn der schwächelt, liegen wir am Boden“, sagt Erwig.

Der wichtigste Steuerzahler in Hohenhameln ist die Firma Nordzucker, der die Zuckerfabrik in Clauen gehört – dort sind 141 Mitarbeiter beschäftigt. Wie viel Gewerbesteuer der Konzern zahlt, will Sprecherin Bianca Deppe-Leickel nicht verraten. „Es gibt immer Vorauszahlungen und Rückzahlungen, sodass die Summe schwankt“, erklärt sie.

Allerdings ging es Nordzucker schon besser. Wegen eines Jahresfehlbetrags von zehn Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr könne den Aktionären keine Dividende ausgeschüttet werden, hieß es kürzlich in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

sur

HINTERGRUND

„Wir können uns weiteren Luxus nicht mehr erlauben“

„Die Einnahmeausfälle werden Konsequenzen für den nächsten Haushalt haben“, sagt Bürgermeister Lutz Erwig. Bereits in seiner Rede auf dem Schützenfest warb er um Verständnis für eventuelle Kürzungen. „Wir müssen uns klarmachen, dass nicht nur Griechenland und Spanien auf der Kippe stehen, sondern wir uns hier in Deutschland auch einen weiteren Luxus nicht mehr erlauben können“, sagt er. Die Bürger müssten ihre Ansprüche an die Gemeinde „vielleicht ein wenig herunterschrauben“, statt immer mehr zu fordern.

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