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Im Gillteich leben nach drei Jahren wieder Fische

Hohenhameln-Equord Im Gillteich leben nach drei Jahren wieder Fische

Equord. Knapp drei Jahre nach der verheerenden Vergiftung Equorder Gewässer durch Löschwasser eines Deponie-Großbrandes im September 2013 befindet sich der Gillteich wieder in einem ökologisch akzeptablen Zustand. Nun wurden neue Fische eingesetzt.

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Beim Einsetzen der Fische: Günter Strube, Sylvia Anacker, Renate Rehnelt, Jürgen Rehnelt und Uwe Sölter.

Quelle: oh

Der Gillteich ist saniert

Der größte und schwer geschädigte der Equorder Teiche war auf Veranlassung des Landkreises vollständig ausgebaggert und neu befüllt worden. „Das Wasser ist jetzt klar und sauber, und jede Menge Wasserpflanzen und Kleinlebewesen haben sich angesiedelt“, so Günter Strube, Equords stellvertretender Bürgermeister.

Dies war der Anlass, um einen erfolgreichen Schlusspunkt zu setzen. Zur großen Freude aller Betroffenen - insbesondere natürlich der Teichbesitzer Sylvia Anacker und Uwe Sölter - wurde auf Initiative von Strube ein umfangreicher Besatz von 50 Kilogramm an heimischen Fischen von einem erfahrenen Fischwirt in den Teich gesetzt. Dieser Besatz entspricht in der Zusammensetzung in etwa dem, der durch die damalige Vergiftung verendet war.

„Die Sanierung zeigt, dass bei erfolgreichem Zusammenspiel zwischen Landkreis und Bürgern der Schutz und die Wiederherstellung einer geschädigten Umwelt möglich sind. Dies könnte auch für andere Projekte Vorbild sein“, so Strube.

Streitobjekt Kuhteich

Weiter gestritten wird indessen um den Kuhteich, dessen ökologischen Zustand die Bürgerinitiative (BI) für Umweltschutz in der Gemeinde Hohenhameln als weiterhin desolat bezeichnet. Schon im Mai hätten sich großflächig dichte Fadenalgenmatten gebildet.

Als Ursache führt die BI an, dass die im Gewässer vorhandenen Phosphate, die beim Brand durch das mit Chemikalien verunreinigte Löschwasser über einen Graben in den Teich gelangt waren, noch immer nicht gebunden wurden. Ein von der Peiner Entsorgungsgesellschaft (PEG), auf deren Deponie-Gelände es brannte, in Auftrag gegebenes Gutachten empfiehlt die Einbringung eines Phosphatbinders in den Teich, der sich aufgrund der hohen Menge an verfügbaren Algennährstoffen nicht von allein regenerieren werde, zitiert die BI aus dem Gutachten. Ihrer Einschätzung nach drohe der Teich „umzukippen“.

Die BI sieht hier die PEG beziehungsweise den Landkreis Peine, dessen Tochter die PEG ist, in der Pflicht, die sich „seitdem beharrlich weigern, die unterstützende Sanierungsmaßnahme umzusetzen“, moniert die BI.

Über eine von der BI bereits im letzten Jahr in den Niedersächsischen Landtag eingebrachte Petition auf Abhilfe ist bis dato nicht abschließend befunden worden.

Aus Sicht des Landkreises stellt sich der Sachverhalt anders dar. Der Außendienst des Fachdienstes Umwelt habe sich den Teich angesehen, sagt Kreis-Sprecher Henrik Kühn. Es zeigen sich sowohl Algenwachstum als auch freie Wasserflächen. Auch Anzeichen von Huminstoffen waren an der Oberfläche zu beobachten.

„Die Unterhaltung des Teichs allerdings obliegt dem Eigentümer des Grundstücks; ihm allein bleiben dementsprechend auch Maßnahmen überlassen, um gegebenenfalls einem ‚Umkippen‘ entgegenzuwirken. Die von der BI erwähnte unterstützende Maßnahme auf Basis gutachterlicher Empfehlung konnte durch die PEG aufgrund einer fehlenden Zustimmung des Teicheigentümers nicht erfolgen“, so Kühn.

wos

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